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Politik: Vor der eigenen Tür anfangen

Politik : Vor der eigenen Tür anfangen

Zum Artikel „,Prümer Taliban’ entwischt in letzter Sekunde“ (TV vom 15. Februar) schreibt Edmund Scheuern:

Die endlose Geschichte um die Abschiebung des „Prümer Taliban“ ist ein Paradebeispiel für den Missbrauch unseres Asylrechts. Der 24-jährige Afghane hält sich nun schon seit Jahren illegal in Deutschland auf, nachdem er als vermeintliches Mitglied der terroristischen Taliban erfolglos Asyl beantragt hatte. Nach Ablehnung seines Asylantrags war er zuletzt im Kirchenasyl in Berlin, um der drohenden Abschiebung zu entgehen. Ihm war wohl bekannt, dass er dort vor einer Festnahme durch die Polizei geschützt war, weil der Berliner Senat eine Durchsuchung von Kirchenräumen untersagt hat. Seit die Sicherheit der Bundesrepublik auch am Hindukusch verteidigt wird (Feststellung des damaligen Verteidigungsministers Struck), kämpfen Bundeswehrsoldaten unter Einsatz ihres Lebens gegen die Taliban. Gleichzeitig lassen wir es zu, dass Afghanen in Deutschland die Mitgliedschaft bei den Taliban als Asylgrund angeben. Der „Prümer Taliban“ ist kein Einzelfall. Statt unsere Sicherheit am Hindukusch zu verteidigen, würden wir besser damit in Berlin beginnen!

Edmund Scheuern, Newel