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Politik
Was für eine Farce!

Zur Meldung „Merkel spricht in Trier mit Bürgern“ (TV vom 1. Oktober) schreiben Hans-Peter Lorang und Horst Schu:

Merkel kommt nach Trier und keiner darf hin – nein, so stimmt es ja nicht. Schließlich werden von der Volkshochschule ja „Bürger“ ausgewählt und gar auf die „Diskussion“ mit der Bundeskanzlerin vorbereitet. Bei dieser Zusammenkunft erfährt diese dann endlich, wie Bürger Europa im Alltag erleben und welche Rolle Europa für Deutschland spielt. Wer also „Bürger“ spielen darf, entscheidet die Volkshochschule, und diese bereitet darüber hinaus die Auserkorenen in einem „Workshop“ auf den getürkten „Bürgerdialog“ vor.

Zumindest bei der unvoreingenommenen Bevölkerung wird ein solch absurdes Gebaren die Politikverdrossenheit weiter fördern. Bleibt zu hoffen, dass der TV in der Berichterstattung über diese Farce nicht von einem „Stimmungsbild“ unter den Bürgern aus der Region Trier spricht.

Hans-Peter Lorang, Neuhütten

Die Auswahl der Teilnehmer, die Vorbereitung in einem Workshop – das ist ja wie früher in der DDR! Auf ein solches „Bürgergespräch“ können wir gut verzichten; es führt an der Realität vorbei und dient nur der Selbstdarstellung von Angela Merkel.

Wenn europäische Themen angesprochen werden, sollte man sich daran erinnern, dass Frau Merkel mit ihren diktatorischen Entscheidungen in der Flüchtlingspolitik nicht nur Deutschland, sondern auch die EU gespalten hat. Vermutlich hat sie mit ihrem Vorgehen auch viele Engländer animiert, für den Brexit zu stimmen.

Ich hätte der Kanzlerin viel zu sagen – aber schade, ich bin nicht für dieses „Bürgergespräch“ nominiert worden.

Horst Schu, Langsur