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Wehe, wenn die Roboter kommen

Wehe, wenn die Roboter kommen

Politik

Zur Berichterstattung über den Bundestagswahlkampf:
Die Qual der Wahl - wen soll ich nur wählen?
Schauen wir uns mal die Bilanz der Politiker von CDU, SPD, Grüne, FDP an: höchste Staatsverschuldung aller Zeiten, höchste Abgeordnetengehälter, höchste Anzahl der Tafeln, höchstes Renteneintrittsalter, höchste Anzahl von Aufstockern, höchste Banker-Boni, höchste Zahl der Leiharbeiter (die von ihrem Arbeitslohn nicht leben können), höchste Anzahl von Millionären, marode Brücken, Verkehrschaos, vergiftete Luft, ungesunde Lebensmittel (künstliche Zusatzstoffe), Deutschland führt Krieg, Gewalt predigende Islamisten, Antisemitismus, Parallelgesellschaften außer Kontrolle, Terror in Deutschland und so weiter.
In einem politischen Tagebuch schreibe ich alles auf, was die Politiker gegen uns Bürger entscheiden. Unglaublich, was dabei alles zusammenkommt. Und jetzt wollen die Verursacher wiedergewählt werden? Persönlich werfe ich den Politikern vor, dass sie uns nicht die Wahrheit sagen. Die Wahrheit, dass die Digitalisierung und Roboterisierung sehr bald zu Massenarbeitslosigkeit und somit zu sozialen Verwerfungen führen wird. Und somit wird auch das Renten- und Gesundheitskonzept scheitern, denn darauf zu hoffen und damit zu rechnen, dass die Konjunktur weiterhin so gut läuft, die Steuern kräftig sprudeln, ist naiv und gefährlich.
Die Politiker haben keine zukunftsfähigen Konzepte, keine Visionen, um die großen Herausforderungen zu lösen. Stattdessen wurschteln sie so weiter wie bisher, drehen weiterhin an den Stellschrauben und merken nicht, dass die meisten längst dollgedreht sind. Ein Wahlversprechen, so zeigt die Vergangenheit, wird auch jetzt ein (gewollter?) Versprecher sein.
Der Philosoph Richard David Precht warnte in einer Fernsehsendung (sinngemäß), dass in naher Zukunft von neun Arbeitsplätzen nur noch fünf übrig bleiben, die Politiker aber unfähig sind und Unbequemes nicht ansprechen, damit sie wiedergewählt werden, um die eigenen Pfründe zu sichern. Das ist für ein Land wie Deutschland sehr gefährlich.
Die Qual der Wahl - nach solch einer Bilanz?!
Hans-Joachim Selzer
Bernkastel-Kues

Zu den Leserbriefen unter der Überschrift "Geht! Zur! Wahl!" (TV vom 13. September):
Die Zuschriften zeigen ein erstaunliches Spektrum an Meinungen zur Wahl, zur Berichterstattung über den Wahlkampf und über die Parteien.
Wenn sich jeder Wahlberechtigte die Fragen stellt, die Werner Schmitz aus Ürzig gestellt hat und diese ehrlich beantwortet, dürfte die Entscheidung für oder gegen eine Partei nicht schwerfallen. Es müsste jeden mit Dankbarkeit erfüllen, das Recht zu haben, frei wählen zu dürfen.
Was Annemarie Richter aus Mertesdorf von sich gegeben hat, ist mehr als bedenklich und hat mich schwer erschüttert. Sie ermahnt die Redaktion des Volksfreunds zu Fairplay. Frau Richter hält Martin Schulz für den eindeutig schlechteren Kandidaten, und sie kann es anscheinend nicht überwinden, dass sie ihre Meinung im TV nicht immer und überall bestätigt findet.
Liebe Frau Richter, was haben Sie für ein Demokratieverständnis? Es wäre schön, wenn Sie sich einmal die Mühe machen und den Leserbrief von Herrn Schmitz verinnerlichen. Vergleichen Sie doch bitte die sehr unterschiedlichen Meinungen der Leser, die der TV abdruckt. Fairplay sieht anders aus als einseitige Berichterstattung.
Zum Leserbrief von Edwin Klein aus Saarburg fällt mir der Spruch ein: Alle sind gegen mich, aber ich mache es auch entsprechend!
Manfred Rudolf
Föhren