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Nahverkehr: Weit weg von der Realität

Nahverkehr : Weit weg von der Realität

Zum Artikel „Neue Fahrpläne: Schüler deutlich länger unterwegs – Eltern sauer“ (TV vom 17. Dezember) schreibt Hans-Jürgen Stein:

Zweimal umsteigen ist für ältere Kinder kein Problem, sagt die Geschäftsführerin des Verkehrsverbunds Region Trier (VRT). Ich finde diesen Ausspruch unfassbar. Wenn so die Chefin eines Verkehrsbetriebes denkt und argumentiert, dann ist sie eine Fehlbesetzung.

Betrachtet man die Angelegenheit im Kontext der Millionensumme, die für den Hochmoselübergang (ohne Fahrradspur!) ausgegeben wurde,  und den Millionensummen, die für den Moselaufstieg bei Trier ausgegeben werden sollen, und auf der anderen Seite, dass relativ geringe Beträge zur Förderung des öffentlichen Nahverkehrs nicht aufgebracht werden können, merkt man, wie weit einige politische Entscheidungsträger von der Realität des Klimawandels entfernt sind. Ich wünschte mir, dass hier die Politik ihre Schwerpunkte verschiebt und alternativen Mobilitätskonzepten auch das Geld zur Verfügung stellt, das man für einen nachhaltigen Umbau braucht. Und dazu gehört zuerst der öffentliche Nahverkehr.

Hans-Jürgen Stein, Kasel