Wie der Staat die Kirchen subventioniert

Wie der Staat die Kirchen subventioniert

Zum Artikel "Den Fürsten die Klöster, den Kirchen das Geld" (TV vom 23. September):

Der Staat subventioniert die Kirchen mit Milliarden Euro.

Verzicht auf Einnahmen:

Steuerverluste durch steuerliche Absetzbarkeit der Kirchensteuer (laut 22. Subventionsbericht der Bundesregierung von 2010): 2,79 Milliarden Euro;

Steuerbefreiung der verfassten Kirchen: 1,50 Milliarden Euro;

Verzicht auf Einnahmen des Staates: insgesamt rund 4,29 Milliarden Euro;

Direkte Subventionen:

Konfessioneller Religionsunterricht in doppelter Ausfertigung (katholisch und evangelisch) an allen Schulen: 3,50 Milliarden Euro;

Ausbildung der kirchlichen Theologen an den staatlichen Universitäten und Unterhalt kirchlicher Fachhochschulen: 0,65 Milliarden Euro;

Kirchliche Ersparnis durch Einzug der Kirchensteuer durch Staat und Arbeitgeber: 1,02 Milliarden Euro;

Denkmalpflege (nur Anteil von Bund und Ländern): 0,24 Milliarden Euro;

Seelsorge und Mission in öffentlichen Einrichtungen (Militär, Polizei, Gefängnis, Anstalten): 0,08 Milliarden Euro;

Weitere Staatszuschüsse aufgrund von Konkordaten und Kirchenverträgen (Gehälter von kirchlichen Amtsträgern, Pensionen, etwa von Ex-Bischof Mixa und vielen anderen, Kirchliche Hochschule Eichstätt und ähnliche): 0,83 Milliarden Euro;

Zahlungen der etwa 15 000 Kommunen in Deutschland: geschätzt 4,00 Milliarden Euro;

Ausgaben öffentlicher Rundfunkanstalten für kirchliche Sendungen: 0,20 Milliarden Euro;

Zuschüsse an kirchliche Hilfs- und Missionswerke: 0,19 Milliarden Euro;

Zuschüsse zur kirchlichen Kultur: 0,02 Milliarden Euro;

Sonstiges (Orden, Kirchentage, Stiftungen): 0,09 Milliarden Euro;

Summe der direkten Subventionen (soweit bekannt): circa 10,61 Milliarden Euro;

Staatliche Subventionen an die Kirchen insgesamt:

rund 14,9 Milliarden Euro pro Jahr.

Bruder Nikolaj Bromberg, Wittlich

Gesellschaft