Tiere : Wie im Paradies

Zum Artikel „Amphibien auf gefährlicher Wanderschaft“ (TV vom 8. September) schreibt Axel Barta:

In dem Beitrag über Frösche & Co. heißt es, dass der Nabu den Tipp gibt, dass sich Frösche und Fische nicht vertragen beziehungsweise die Fische den Froschlaich fressen. In manchen Fällen mag dies stimmen, jedoch haben wir seit einigen Jahren die gegenteilige Erfahrung gemacht, dass beide durchaus sehr gut neben- und miteinander existieren. Unser Gartenteich ist aber auch nicht ganz klein, hat einen gemischten Fischbesatz vom kleinen Goldfisch bis zum großen Koi und ist ziemlich naturnah gehalten. Er hat einige sehr dicht bewachsene Schilfzonen entlang des Ufers. Dort haben die Frösche gute Laich- und Versteckmöglichkeiten.

In der warmen Jahreszeit sitzen die Frösche entlang des Ufers im hohen Gras versteckt oder liegen auf den großen Seerosenblättern und nehmen ein Sonnenbad, während die Fische darunter ihre Bahnen ziehen. Das Ganze wird dann noch mit verschiedenen Arten von Libellen und sonstigem Getier komplettiert. Im Paradies wäre es wohl auch nicht schöner. Richtig ist, dass die Frösche von selbst kommen und, wenn es ihnen gefällt, auch nicht mehr gehen. Das Gequake der Kerle im Sommer muss man natürlich mögen. Es hält sich aber in Grenzen und gehört eben zur Natur dazu. Nur manchmal übertreiben es ganz stürmische junge Froschkerle und brüllen regelrecht vor lauter Hormonschub. Aber das passiert ja, wenn auch in etwas anderer Ausprägung bei dem einen oder anderen pubertierenden jungen Mann ebenfalls. Was wir in diesem Jahr erstmals beobachten konnten ist, dass ganz übermütige, aber bei der Damenschaft erfolglose Froschkerle in ihrer Not sogar die Köpfe großer Kois besteigen. Unter „Frosch sitzt auf Fischkopf“ kann man das auch im Internet finden.

Axel Barta, Strohn