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Willkommen im Entwicklungsland

Leserbrief : Willkommen im Entwicklungsland

Klimawandel

Zu den Artikeln „Fluthilfe soll auf 400 Millionen aufgestockt werden“ (TV vom 20. Juli), „Tesla plant für Fabrik bei Berlin mit bis zu 10 500 Beschäftigten“ (TV vom 13. Juli) und „Verdoppelter Elektroauto-Zuschuss kostet knapp zwei Milliarden“ (TV vom 12. Juli):

Die Bundesregierung erklärt sich bereit, für die Opfer der Flutkatastrophe einen Fingerhut zu öffnen und 200 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Ein Schlag ins Gesicht für jeden Steuerzahler. Was sind wir Bürger im eigenen Land noch wert?

Durch Corona wurde unser Volk in zwei Lager gespalten, und einen weiteren Spalt gibt es bei der Klimadiskussion. Hierdurch haben die Kapitäne der Politik freie Fahrt durch den Tunnel ihres Sumpfes.

Ist es einem normal denkenden Menschen möglich, die sogenannte grüne Elektromobilität zu erklären? Die für die Herstellung einer Batterie benötigten Rohstoffe werden unter Ausbeutung von Ressourcen und Menschen in andere Länder verlegt. Die Entsorgung ist vorerst mal ein Thema für die Zukunft.

Auch der Brandschutz, der den dringend benötigten Berliner Flughafen effektiv verhindert hat, schläft beim Thema Elektro-Mobilität. Meine Herren Brandschützer, wo seid Ihr bei diesem Thema?

Wie wird heute der Strom eigentlich produziert? 500 Millionen Euro  wurden bereits ausgegeben für Elektro- Ladestationen,  nun wurden weitere 500 Millionen Euro von unserer Regierung freigegeben. 

Weshalb schenkt sie dem Unternehmen Tesla 1,4 Milliarden Euro von unserem Steuergeld, damit dieses in einem für die Bevölkerung wichtigen Wassergewinnungsgebiet seine Super-Factory bauen kann, ohne eine Baugenehmigung zu haben? Welcome Tesla! Du bringst uns Arbeitsplätze und zahlst hier auch keine Steuern. Die noch deutsche Industrie und ihre Zulieferer werden dir für den ungleichen Wettbewerb danken!

Hauptsache, wir haben das CO2 als das verantwortliche Gas für den Klimawandel neu entdeckt. Führende Wissenschaftler behaupten Gegenteiliges, aber ihre Meinung ist nicht gefragt. Wenn man sich in der Geschichte auskennt, sollte man wissen, dass es immer wieder zu Klimawandel-Ereignissen kam. Auch im Ahrtal kam es vor mehr als 100 Jahren schon einmal zu so einer Flutkatastrophe.

Liebe Lehrer, erklärt unseren Kindern, wie „klimaneutral“ beispielsweise Kleidung in Bangladesch hergestellt wird und wie sie dann durch die Welt geschippert wird.  Mit der CO2-Debatte verlagern wir unsere heimische Industrie in andere Länder mit lockereren Auflagen, verlieren Arbeitsplätze im eigenen Land und zerstören die Umwelt an anderer Stelle.

Der deutsche CO2-Anteil an der Luftverschmutzung weltweit beträgt nur rund zwei Prozent.  Die Chancen auf eine wirklich grüne Kehrtwende werden auf Kosten der kommenden Generation verspielt.