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Wir brauchen die Kastrationspflicht für Katzen

Leserbrief : Wir brauchen die Kastrationspflicht für Katzen

Tierheime

Zum Artikel „Tierheim beklagt mangelnde Unterstützung“ (TV vom  23. Dezember):

Mir ist keine herrenlose Katze bekannt, die sich vor ein Rathaus setzt, um auf ihr elendes Dasein aufmerksam zu machen. Das unfassbare Leid dieser Tiere findet im Verborgenen statt und würde die meisten Menschen vermutlich tief entsetzen und verstummen lassen. Nicht so die meisten Verantwortlichen in immer noch zu vielen Kommunen, die frei aus meiner Sicht nach dem Motto argumentieren, „was ich nicht sehen will, existiert nicht, also gibt es auch keinen Handlungsbedarf“.

Dass es auch anders laufen kann, Verbandsgemeindeverwaltungen ihrer Aufgabe und Verantwortung gerecht werden und reagieren können, zeigt einerseits die Verbandsgemeinde Gerolstein (Kastrationspflicht für Katzen seit Herbst vergangenen Jahres) und ganz aktuell die Verbandsgemeinde Saarburg/Kell, wo zum 1. Juni 2022 eine Rechtsverordnung zum Schutz freilebender Katzen (Katzenschutzverordnung) in Kraft treten wird. Diese beinhaltet unter anderem die Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für freilaufende Halterkatzen.

Es ist meiner Einschätzung nach die einzige Möglichkeit, die unkontrollierte Vermehrung der Katzen zu verhindern und somit das unermessliche Elend der herrenlosen Katzen halbwegs in den Griff zu bekommen. Wegschauen und vorhandene Tatsachen einfach zu ignorieren, ist meines Erachtens der völlig falsche Weg, da sich bestehende Probleme bekanntlich nicht von alleine lösen. Wir brauchen endlich die Kastrationspflicht für Katzen: hier, sofort und flächendeckend.