| 17:42 Uhr

Leserbrief
Wir brauchen keinen Wolf, aber eine Autobahn

Infrastruktur

Zum Thema Wölfe und Lückeschluss A 1 in der Eifel schreibt dieser Leser:

Aus Ideologiegründen wird die Ansiedlung von Wölfen gefordert und der Lückenschluss A 1 vehement

abgelehnt. Die Eifel war zeitweise das Armenhaus Deutschlands, hat jedoch durch die Innovation und Schaffenskraft ihrer Bürger einen beachtlichen Aufschwung nach dem 2. Weltkrieg erlebt.

Inzwischen ist das Verhältnis Wild und Wald in den meisten Regionen wieder in Ordnung, wozu brauchen wir jetzt den Wolf? In den letzten Tagen wurde wieder von einem schlimmen Ereignis in Sachsen berichet, eine große Anzahl von Schafen und Lämmern von Wölfen getötet. In Österreich in den meisten Bundesländern werden die Schafe zur Landschaftspflege an den Hängen und schwierigen Regionen eingesetzt, ein wahrlich guter Schachzug.

Es dient dem Menschen und der Natur, was macht der Wolf - er zerstört dieses Verhältnis - ein guter Platz für den Wolf ist Sibirien.

Der Lückenschluss A 1 wird von den Ideologen als schlimmes Ereignis an die Wand gemalt - nein, er dient auch den Menschen, der Umwelt und der Natur.

Viele Mitbürger müssen seit Jahren in den Dörfern unter Lärm, Staub und Abgasen leiden - dies alles wird nicht berücksichtigt - das Haselhuhn und der Eisvogel haben einen größeren Stellenwert. Diese Ideologen müssten mal für ein Jahr an die Brennpunkte des Verkehrs umgesiedelt werden, damit eventuell ein Einsehen erfolgen könnte.

Wir haben in der Eifel nach dem Zweiten Weltkrieg viele Firmen angesiedelt - die inzwischen einen Weltruf haben - und Menschen hier Brot und Arbeit geben.

Diese Menschen müssen jetzt nicht jeden Tag nach Trier, Köln oder Düsseldorf zur Arbeit fahren. Ich kann natürlich nicht alle Firmen aufzählen, aber einige will ich doch nennen: Feluwa Pumpenfabrik, Endter Sintertechnik, Premosys/Kuhl, Kalenborn und  Technisat mit Töchtern. Dazu die Mineralwasserbetriebe wie Gerolsteiner, Nürburgquelle, Dauner und einige mehr, die die Eifel bestens in der Welt vertreten. Dazu kommen viele Mittelständler, Handwerker und Dienstleistungsbetriebe - alle für uns ein Gewinn.

Die Inhaber müssen persönlich viel investieren und sollten daher auch entsprechend unterstützt werden.

Die gute Verkehrsanbindung ist heute mehr als notwendig und muss schnellstens realisiert werden, dies betrifft alle, die wirklich eine funktionierende Eifel wollen.

Die Eifel ist lebenswert, kann und sollte noch besser werden, die Bürgerinnen und Bürger haben es wirklich verdient.

Insbesondere müssen wir an die jüngere Generation denken, damit diese hierbleibt und nicht in die Ballungsgebiete abwandert.

Bitte denkt daran, wir haben eine wunderschöne Natur, gute Luft und herzliche Menschen, hier lohnt es einfach zu leben.

Ich bin inzwischen stolz ein Eifeler zu sein, das Armenhaus haben wir hinter uns gelassen.

Ideologie kann in diversen Bereichen gut sein, bei diesen beiden Beispielen hat sie nichts zu suchen.

 Josef Bach,
Birresborn