Wirres Gedankengut

Zum Artikel "Streit im Bistum Trier: Dürfen Priester heiraten" (TV vom 12./13. Februar):

Mit zunehmendem Alter schwand bei mir immer mehr alle Hoffnung, die Kirche könne sich endlich erneuern und positiv weiterentwickeln. Umso mehr musste man als positiv denkender Katholik begrüßen, dass in jüngster Zeit sowohl von Politikern als auch Theologen das Thema Kirchenreform wieder aufgegriffen wurde.

Die jetzt stattfindende Diskussion kann deshalb zunächst grundsätzlich nur begrüßt werden.

Schlimm wird es allerdings, wenn konservative oder gar reaktionäre Kräfte sich melden und in einer überheblichen Art und Weise, wie der Pastoraltheologe Andreas Wollbold in seinem Gastbeitrag, den Befürwortern einer dringend notwendigen Kirchenreform unterstellen, die kirchliche Lehre zu leugnen und ihnen jegliche Volksnähe absprechen. Ich finde es schlimm, dass ein solcher Theologe eine Professur für Pastoraltheologie innehat und damit in die Lage versetzt ist, sein - nun wirklich wirres - Gedankengut jungen Theologiestudenten überzustülpen.

Ich kann nur hoffen, dass es in der Amtskirche immer noch genügend Verantwortliche gibt, die bereit sind, die verkrusteten Strukturen aufzubrechen und sich nicht einer - von konservativen Kräften gewünschten - Rückwärtsreform verschreiben, die eine zukunftsweisende Erneuerung der katholischen Kirche verhindern würde.

Norbert Jungblut, Saarburg

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