wirtschaft

Zum Artikel "Sonntagsverbot für Flohmärkte" (TV vom 9./10. Juli):

Meinung

Ein wichtiger Beitrag zum Erhalt des Dorflebens
Sicherlich gab es in der Vergangenheit Auswüchse bei gewerblichen Floh- und Trödelmärkten, was den Verkauf von Neuwaren betraf. Der ursprüngliche Sinn eines Floh- und Trödelmarktes ging dabei vielerorts verloren. Leider sollen künftig auch die einmal jährlich stattfindenden Märkte wie zum Beispiel in Sefferweich, die sich den ursprünglichen Charakter eines Flohmarktes erhalten haben und von privaten Ausstellern dominiert werden, keine sonntägliche Erlaubnis mehr erhalten. Unser Flohmarkt wurde vor 15 Jahren aus der Idee gegründet, der dahinsiechenden Kirmes neues Leben einzuhauchen. Dies ist uns gelungen. Wir haben in den darauffolgenden Jahren eine eindrucksvolle Veranstaltung mit familiärer Atmosphäre für Jung und Alt bieten können. Ein attraktives Festprogramm und moderate Preise sind uns als Veranstalter ein besonderes Anliegen und haben zu beachtlichem Erfolg geführt. Bestätigt wird uns das alljährlich von Tausenden Besuchern und den vielen privaten Ausstellern, die in den meisten Fällen nur einmal im Jahr einen Flohmarkt besuchen. Zudem haben wir durch diesen Markt unsere Kirmes bisher vor dem Aus oder dem Niedergang zu einer reinen Bierstandveranstaltung mit entsprechendem "Saufcharakter" bewahrt. Wir als Veranstalter sowie die Bürger von Sefferweich hoffen auf die Einsicht und Unterstützung der politischen Vertreter, die ja an vielen Stellen immer gerne für den Erhalt des dörflichen Lebens und der vorhandenen Traditionen eintreten. Wünschenswert wäre zukünftig eine klare Regelung, die uns einen Erhalt unserer sowie ähnlich gelagerter Veranstaltungen anderenorts ermöglicht. Alfons Plein, Sefferweich