Wirtschaft

Zum Artikel "Bitburg-Airport: Noch immer bleibt es bei der Vision" (TV vom 23. Dezember):

Normalerweise sollte man annehmen, dass gerade die Eifelregion ein gebranntes Kind ist und das Feuer scheut (siehe Nürburgring). Dies scheint im Falle des Ausbaus des Bitburger Flughafens nicht so zu sein. Das lange Schweigen des Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Billen (CDU) und die mehr als zweifelhafte "Vision" des Projektentwicklers Frank Lamparski geben zu denken. Wer braucht einen Werft-(?), Fracht-(?) und Passagier-Airport Bitburg? Abgesehen von der schlechten Lage ist das Projekt wirtschaftlich völlig unsinnig. Umliegende Flugplätze wie Luxemburg, Saarbrücken, Hahn und Zweibrücken decken den ohnehin spärlichen Bedarf mehr als ab und kämpfen bis auf Luxemburg sowieso schon ums Überleben. Das Projekt wird, wenn es denn überhaupt zustande kommt, ganz sicher scheitern. Dann kommt das große Erwachen, Schuldige werden gesucht, wenn das Kind im Brunnen liegt, und das Land darf wieder mal als Retter einspringen (siehe Nürburgring oder Hahn). Hier lässt man sich wieder von nicht vorhandenem Geld blenden, und Aussagen von Billen wie "Wenn jemand 30 Millionen Euro auf den Tisch legt, dann ist das für mich Prüfung genug" sind unverschämt, unprofessionell und zeugen von Größenwahn und Realitätsverlust. Da passt der TV-Spruch des Tages vom 23. Dezember doch wie die Faust aufs Auge: "Zweifele nicht an dem, der sagt, er habe Angst, aber habe Angst vor dem, der sagt, er habe keine Zweifel" (an dem Projekt) ... Ralf Gross, Irsch/Saar