Wirtschaft

Zum Artikel "VW baut 23 000 Stellen ab" (TV vom 18. November):

Der deutsche Staat ließ doch in den letzten Jahren wirklich keine Gelegenheit aus, um der Automobilindustrie jegliche denkbaren Geschenke zukommen zu lassen. Am bekanntesten dürften wohl die Abwrackprämie oder die kürzlich beschlossene E-Fahrzeugprämie sein. Aber auch durch staatliche Kredite, Kreditbürgschaften, Anleihebürgschaften, Steuernachlässe und Forschungssubventionen wurde versucht, die Automobilindustrie bei Laune zu halten. Und nun der Donnerschlag: Volkswagen beabsichtigt den massiven Stellenabbau. Hier zeigt sich die verfehlte Subventionspolitik, an der aber dennoch krampfhaft festgehalten wird. Und es zeigt, dass der tiefe Kniefall der Politik vor der Industrie nicht das gewünschte Ergebnis garantiert. Missgeschick halt. Selbstverständlich wurde nicht versäumt, das Zauberwort "Sozialverträglichkeit" zu nennen. Aber auch wenn der Stellenabbau über Altersteilzeit und Pensionierung gelöst werden soll: Demjenigen, der in Zukunft nicht eingestellt wird, fehlt auch der Job. Bernhard Burkel, Landscheid