Wirtschaft

Zum Leserbrief "Erbschaftssteuer in Deutschland gering" (TV vom 15. August):

Der emeritierte Informatik-Professor Rolf Linn schreibt, dass in Deutschland die Erbschaftsteuer gering sei. Bei unserem Wettbewerbs-Nachbarn Österreich und in vielen anderen Ländern wird für die Erhaltung von Arbeitsplätzen in den Unternehmen keine Erbschaftsteuer bezahlt! Unser 1860 gegründetes Familien-Unternehmen mit heute 170 Arbeitsplätzen wurde von "Vater Staat" neben vielen Konjunktur-Krisen infolge von drei Kriegen und zwei totalen Geldentwertungen fünfmal "enterbt" und an den Rand der Existenz getrieben! In meiner über 50-jährigen Verantwortung haben wir Hunderttausende Mark und Euro an pleitegegangene Kunden verloren, die leider keine versteuerten Privatvermögen hatten - wie viele Unternehmer, die oft mit ihren "Notgroschen" die Firma am Laufen halten und Arbeitsplätze sichern. Genau das hat der erfolgreiche Unternehmer Frank Natus beschrieben. Ihm deswegen Unverschämtheit zu unterstellen, spricht dafür, dass Herr Linn weit weg ist und nicht weiß, wie und wo das Geld erwirtschaftet wird, von dem die Hochschule und die hohen Pensionen emeritierter Lehrkräfte bezahlt werden. Peter Leyendecker, Trier