Wissenschaft

Zum Hype um den angeblichen Weltuntergang am 21. Dezember 2012 laut Maya-Kalender (der TV berichtete mehrfach) und zum Szenario der Sternforscher:

Wie oft sollte unsere Erde schon untergehen, aber sie dreht sich wie gewohnt weiter. Vor 65 Millionen Jahren schlug ein zehn Kilometer großer Asteroid auf der Erde ein und bewirkte, dass 90 Prozent allen Lebens ausgelöscht wurde, aber die Erde erholte sich wieder, und das Leben entwickelte sich neu. Auch wenn es heute nicht nach einem Weltuntergang aussieht, auch nicht am berüchtigten 21. Dezember 2012, so wird eine Zeit anbrechen, die den unvermeidlichen Weltuntergang in Gang setzen wird. Noch versorgt die Sonne uns mit Licht und Wärme. Aber das währt nicht ewig. Alle Systeme vergehen! In vier bis fünf Milliarden Jahren wird sich die Sonne ihrem - und damit unserem - Ende zu bewegen. Ob es bis dahin noch Menschen gibt, ist eine andere Frage. Fakt ist aber, dass die Sonne den Weltuntergang einleiten wird. Zunächst wird in etwa zwei Milliarden Jahren ihre Temperatur und Helligkeit zunehmen, was auf der Erde subtropisches Klima bis hin zu den Polen verursacht. Nach weiteren Hunderten Millionen Jahren wird die Sonne anfangen, sich aufzublähen. Auf der Erde wird es dann unerträglich heiß. Die Ozeane verdunsten, eine dichte Wolkendecke bildet sich, Jahrtausende lang toben schwerste Gewitter und Stürme. Der starke Treibhauseffekt erhöht die Atmosphärendichte, die Temperatur steigt um 400 Grad. Alles Leben wird ausgelöscht. Die Sonne wird allmählich zum roten Riesen, durch enorme Hitze von über 700 Grad verflüchtigt sich das gesamte Wasser in den Weltraum, und das gelbrötliche Licht mit der sengenden Hitze gelangt bis zur Erdoberfläche. Jetzt beginnt der eigentliche Weltuntergang. Die Sonne wird immer größer, die Temperaturen erreichen um die 1000 Grad, der Boden glüht, genau wie die Atmosphäre. Die Sonne entwickelt sich zum Monster, verschlingt die Planeten Merkur und Venus. Sie nimmt nun drei Viertel des Himmels ein. Große Teile der Erdoberfläche bestehen aus Ozeanen flüssigen Gesteins, über 1600 Grad heiß. Schließlich schluckt die Sonne auch die Erde. In weiteren ein bis zwei Milliarden Jahren stürzt sie selbst in sich zusammen, die äußeren Gasschichten werden abgestoßen, der Sonnenkern freigelegt. Unser Sonnensystem mit den verbleibenden Planeten wird von blauviolettem Licht überstrahlt. Die abgestoßenen Sonnengasschalen fluoreszieren in den schönsten Farben und bilden den sogenannten planetarischen Nebel - aus der Ferne ein neues Juwel unserer Galaxie. Nach weiteren Milliarden Jahren wird auch diese Schönheit vergehen und die Sonne langsam auskühlen, das letzte Licht erlöschen und gähnende Dunkelheit und Eiseskälte von minus 250 Grad unser Planetensystem erfüllen. James Webb, Mettendorf