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Leserbrief
Wo beginnt Lüge?

Airbase

Zum Artikel „Zahl der Woche – ein Blick in die Wolken“ (TV vom 30. März) erhielten wir von Horst Hansen diese Zuschrift:

Gebetsmühlenartig wollen uns militärische Einrichtungen immer wieder glauben machen, wie harmlos doch der Flugbetrieb der Airbase Spangdahlem ist. Es sind doch „nur“ 22 bis 24 Jets, die täglich von diesem Flugplatz abheben. Das sagt jedoch nichts aus über den Höllenlärm dieser „nur“ 22 bis 24 Maschinen. Der ist oft unerträglich und unzumutbar. Und das nicht nur zu den angekündigten Zeiten, sondern weit darüber hinaus.

Eines aber verschweigen alle verantwortlichen Stellen und Einrichtungen. Sie verschweigen nämlich, dass eine große viermotorige Transportmaschine tagtäglich von morgens bis abends und jede, ja, jede Nacht bis nach Mitternacht beziehungsweise 0.30 Uhr ununterbrochen die Region Südeifel-Mosel-Hunsrück umkreist, und zwar im 25-Minuten-Takt, und ab 23 Uhr gar im Fünf-Minuten-Takt. Ab etwa 23Uhr dreht diese Maschine nämlich Platzrunden über der Airbase Spangdahlem, um etwa 0.30 Uhr dort zu landen.

Ich habe diese Maschine auch am vergangenen Sonntag, 31. März, wieder in Himmerod von der Airbase Spangdahlem aufsteigen sehen.

Und diese Flüge Tag für Tag und Nacht für Nacht, auch an Sonn- und Feiertagen, werden einfach geleugnet und verschwiegen.

Wo beginnt Lüge? Wenn Verschweigen und Leugnen auch Lügen sind, dann wird hier handfest gelogen. Das aber ist bei militärischen Einrichtungen möglicherweise System-immanent.

Bleibt die Frage: Welchen Sinn macht ein tägliches und nächtliches Überfliegen unserer Region durch eine große Transportmaschine der Airbase Spangdahlem?  Eine permanente Luftverschmutzung und Umweltschäden.

Wo bleiben unsere Klima- und Umweltschützer?

Absolute Fehlanzeige!