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Wut der Bürger nicht mit Wasserwerfern kühlen

Wut der Bürger nicht mit Wasserwerfern kühlen

Zum Ergebnis der Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg:

Schon Norbert Blüm hat uns immer erzählt: "Die Renten sind sicher." Sicher seien auch unsere Atomkraftwerke, konnte man noch vor kurzem von allen hören, die gefragt und ungefragt vor die Presse traten. Heute, viele Jahre nach Blüm und nur wenige Tage nach Fukushima, wissen die Bürger, dass man ihnen nicht die Wahrheit gesagt hat. Alle Politiker, die bisher von Sicherheit redeten, hatten nur ihren eigenen oder parteipolitischen Vorteil im Sinn.

In Baden-Württemberg wollte Stefan Mappus mit Stuttgart 21 die Bürger täuschen. Als dies nicht klappte, hat er mit Wasserwerfern versucht, die Wut der Bürger zu kühlen. Auch in Japan versucht man verzweifelt und offensichtlich vergeblich, eine Eskalation zu verhindern. Baden-Württemberg hat den Super-Gau schon hinter sich. Hierzu brauchte man kein Prophet zu sein.

Ein schlechter Witz: Nach den Landtagswahlen wollen die Spitzenkandidaten ihre Niederlage als Erfolg verkaufen. So geschehen in Rheinland-Pfalz.

Zumindest hat Außenminister Guido Westerwelle kein Hehl aus der Niederlage der Liberalen gemacht. Seine FDP war wohl der größte Verlierer. In Rheinland-Pfalz aus dem Landtag geflogen und in Baden-Württemberg noch gerade so hineingeschlüpft. Warum hätte man diese Partei denn auch wählen sollen? Vielleicht wenn man Hotelier ist und von der geringeren Mehrwertsteuer profitiert. Oder sind es die Vorstände von Krankenkassen und der Pharma-Industrie? Es gibt Leute, die sehen Gesundheitsminister Philipp Rösler schon als neuen Parteivorsitzenden der FDP. Sind die noch gesund, oder wie krank ist das denn?

Die Dinge müssen sich bald und grundlegend ändern, sonst ist das Ergebnis der nächsten Wahlen ebenso vorhersehbar.

Elmar Alders, Saarburg



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Wut der Bürger nicht mit Wasserwerfern kühlen

Schon Norbert Blüm hat uns immer erzählt: "Die Renten sind sicher." Sicher seien auch unsere Atomkraftwerke, konnte man noch vor kurzem von allen hören, die gefragt und ungefragt vor die Presse traten. Heute, viele Jahre nach Blüm und nur wenige Tage nach Fukushima, wissen die Bürger, dass man ihnen nicht die Wahrheit gesagt hat. Alle Politiker, die bisher von Sicherheit redeten, hatten nur ihren eigenen oder parteipolitischen Vorteil im Sinn. In Baden-Württemberg wollte Stefan Mappus mit Stuttgart 21 die Bürger täuschen. Als dies nicht klappte, hat er mit Wasserwerfern versucht, die Wut der Bürger zu kühlen. Auch in Japan versucht man verzweifelt und offensichtlich vergeblich, eine Eskalation zu verhindern. Baden-Württemberg hat den Super-Gau schon hinter sich. Hierzu brauchte man kein Prophet zu sein. Ein schlechter Witz: Nach den Landtagswahlen wollen die Spitzenkandidaten ihre Niederlage als Erfolg verkaufen. So geschehen in Rheinland-Pfalz. Zumindest hat Außenminister Guido Westerwelle kein Hehl aus der Niederlage der Liberalen gemacht. Seine FDP war wohl der größte Verlierer. In Rheinland-Pfalz aus dem Landtag geflogen und in Baden-Württemberg noch gerade so hineingeschlüpft. Warum hätte man diese Partei denn auch wählen sollen? Vielleicht wenn man Hotelier ist und von der geringeren Mehrwertsteuer profitiert. Oder sind es die Vorstände von Krankenkassen und der Pharma-Industrie? Es gibt Leute, die sehen Gesundheitsminister Philipp Rösler schon als neuen Parteivorsitzenden der FDP. Sind die noch gesund, oder wie krank ist das denn? Die Dinge müssen sich bald und grundlegend ändern, sonst ist das Ergebnis der nächsten Wahlen ebenso vorhersehbar. Elmar Alders, Saarburg