Zeit zu handeln

Zum Leserbrief "Trier 10.5 statt Stuttgart 21" (TV vom 25. November):

Ein Blick vom Weißhauswald auf Trier dürfte ausreichen, um zu sehen beziehungsweise zu hören, wie sehr Trier vom Autoverkehr verschlungen wird. Noch mehr Autoverkehr lässt sich nicht organisieren, ohne breite Schneisen zu schlagen. Dies würde Trier endgültig zur Hölle für Innenstadtanwohner und Touristen machen!

Daher müsste eine Strategie zur Vermeidung von Verkehr für Trier Pflicht sein. Kernpunkte: Ausbau der Fahrradwege, Fahrradverleihstationen, intelligente Steuerung des Autoverkehrs, intelligenter Umbau von Engpässen, Einbeziehung der Mobilität in die Stadtplanung, Aufklärung der Einwohner, Vermeidung von Schulwegen mit Auto, Autos raus aus der Innenstadt, Ausweisung von Alternativstrecken, mehr Bus und Bahn, Aufklärung der Pendler über Alternativen, und so weiter. Viele Projekte ließen sich relativ billig und schnell umsetzen. Vorbilder in anderen Städten sind reichlich vorhanden. Es ist Zeit zu handeln, denn das Elektroauto würde den Lärm reduzieren, nicht das tägliche Verkehrsproblem.

Hans Mommsen, Trier

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