Justiz: Zu mildes Urteil

Justiz : Zu mildes Urteil

Zu unserem Artikel „Das Grauen von Lügde lässt die Täter kalt“ (TV vom 6. September) meint Peter Knebel, Speicher:

Wenn ich lese, was die Kinderschänder von Lügde jahrelang mindestens 32 Kindern angetan haben, überkommt mich das Grauen. Laut Anklage 450 Taten, davon mehr als die Hälfte Vergewaltigungen. Von Kindern, wobei die jüngsten vier Jahre alt waren. Wie sollen diese Kinder überhaupt noch ein normales Leben führen können?

Ohne Behördenversagen erster Güte wäre dieser Missbrauch über einen so langen Zeitraum wohl kaum möglich gewesen. Dieses ist für mich schon schlimm genug. Die Gerichtsurteile setzen aber allem noch die Krone auf. Zwölf und 13 Jahre Haft für die zwei Haupttäter sollen bei solchen Gräueltaten für die Richterin eine gerechte Strafe sein?

Solche Richtersprüche machen mich sprachlos, und mit Sicherheit geht es den meisten Menschen wie mir. Warum solche perversen Täter nicht zur Höchststrafe verurteilt werden, kann wohl nur ein Jurist verstehen. Die Begründung der Richterin, die Geständnisse müssten strafmildernd sein, lässt mich an meinem Verstand zweifeln. Durch Sicherungsverwahrung, die das Gericht immerhin verhängt hat, werden Kinder vor diesen Kinderschändern hoffentlich für immer sicher sein.

Wenn Richter irgendwann darüber entscheiden müssen, ob solche perversen Täter ihr Leben wieder in Freiheit verbringen dürfen, werden diese hoffentlich zuerst an die unschuldigen Kinder denken. Ein glückliches und nicht zerstörtes Leben dieser noch nicht geborenen Kinder ist tausendfach mehr wert als auch nur eine Sekunde Freiheit für die Täter

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