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Politik
Absurde Argumente

Zum Artikel „Landes-CDU will 16-Jährige vor der Wahl schützen“ (TV vom 30./31. März) schreibt Hans Jörg Krames, Wittlich:

Der CDU-Landtagsabgeordnete Helmut Martin ist, wie im Volksfreund zu lesen war, beim Thema Senkung des Wahlrechtalters der Meinung, „Minderjährige bedürften einer besonderen Schutzwürdigkeit“. Sie seien „leichter beeinflussbar und können die Folgen ihres Handelns nicht immer überblicken.“

Ein absurderes Argument ist Herrn Martin offenbar nicht eingefallen, um sich gegen eine Senkung des Wahlalters von 18 auf 16 Jahre auszusprechen. Wie wir alle zurzeit mitverfolgen können, sind junge Menschen, und das unbeeinflusst von Erwachsenen, bei den „Fridays for Future“-Demonstrationen“ sehr wohl in der Lage, ihre eigenen Meinungen durch Präsenz und auch im Dialog sowie in Diskussionen zu äußern. Dass es hin und wieder junge Menschen gibt, die zu beeinflussen sind, möchte ich überhaupt nicht bezweifeln. Dies gilt allerdings auch für Erwachsene im Allgemeinen sowie für Politiker im Besonderen.

Mitunter habe ich den Eindruck, dass unsere Jugend eher vor Politikern wie Herrn Martin geschützt werden müssen.