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Zum Artikel Pferdehof in Klausen schreibt Heidi Bastobbi

Reiterhof : Wir zahlen Steuern, aber haben anscheinend keine Rechte

Reiterhof

Zum Artikel „So soll der Pferdehof in Klausen erweitert werden“ vom 2. August schreibt Heidi Bastobbi:

Es wäre vielleicht auch einmal nötig, das Ganze aus der Sicht der Anwohner zu sehen. Alle Besucher des Reiterhofes nutzen illegal einen hinter der Straße Neugarten verlaufenden Wirtschaftsweg, obwohl ausreichend öffentliche Straßen zur Verfügung stehen! Man fährt schon ab Esch einen gesperrten Wirtschaftsweg und führt dies in Krames bequemerweise ohne Rücksicht auf die Anwohner fort.

Sonntags in der Mittagsruhe wurden innerhalb einer Stunde 27 Autos und ein Motorrad gezählt. Ich musste schon mein Schlafzimmer zur Straßenseite verlegen, weil es dort ruhiger ist und nicht bis spät in die Nacht Autos mit voll aufgedrehter Musik dort durchpreschen. Ganz zu schweigen vom auch mitten in der Nacht mit Vollgas durchröhrenden V8- Pickup des Besitzers. Auf dem Wirtschaftsweg wird gerast, als gäbe es kein Morgen, obwohl der gesamte Anwohnerbereich eine 30er-Zone ist.

Die Anwohner werden mit Lärm und Abgasen malträtiert, Beschwerden bei der Gemeinde werden abgewiegelt. Es werden Rabatten bei Ausweichmanövern auf dem engen Wirtschaftsweg so aufgefahren, dass sie nicht mehr mähbar sind.

Wir alle haben bewusst an einem ruhigen Feldweg gebaut, niemand konnte damit rechnen, dass dort mehr Verkehr ist als auf der Hauptstrasse.

Wohlgemerkt, ich habe nichts gegen den Reiterhof, im Gegenteil. Ich hatte selbst 30 Jahre eigene Pferde, aber ein derart rücksichtsloses Verhalten ist für die Anwohner unzumutbar.

Die öffentliche Straße nach Krames, dann durch den Reulweg, so ist der korrekte Weg zum Reiterhof.

Fehlt nur noch, dass der enge Wirtschaftsweg auf Wunsch des Reiterhofbetreibers auf Kosten der Anwohner ausgebaut wird. Wundern würde es niemanden, so wie mit uns Anwohnern umgegangen wird. Wir zahlen Steuern, aber haben anscheinend keine Rechte.