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Zum Problem mit den Nilgänsen in Bernkastel-Kues

Ihre Meinung : Fuchs, du sollst die Nilgans holen?

Tiere

Zum Artikel über das Nilgansproblem in Bernkastel-Kues vom 9. November:

Der Bericht hat mich aufgeschreckt. Sofort habe ich mir vor Ort ein Bild von der Lage gemacht. Es waren nachmittags 39 Nilgänse und Nilganter auf den Wiesen, im Wasser der Mosel habe ich acht Enten und einen Erpel gezählt.

Neue Ideen werden gesucht. Hierzu drei Vorschläge:

1. Das Problem der Verunreinigung von Wegen und Wiesen durch Hunde hat der Rat der Stadt doch schon hervorragend gelöst. In der Gefahrenabwehrverordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung auf öffentlichen Straßen und in öffentlichen Anlagen der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues vom 1.4.2020. In regelmäßigen Abständen werden sogar Plastiktüten zur Aufnahme von Kot bereitgestellt. Hier könnte man doch die Verordnung ergänzen und auf die Nilgänse ausweiten. Zum Beispiel Nilgänse sind an der Leine zu führen, Hinterlassenschaften sind sofort wegzuräumen.

2. Grund, dass gerade auf den Grünflächen so viele Nilgänse weiden, sind die Grünflächen selbst, die mit sattem Grün dazu einladen. Eine Erweiterung der Abstellmöglichkeiten für Wohnmobile würde mehr Touristen an die Mosel bringen und wenn man die Hälfte der Grünflächen mit grünen Pflastersteinen belegen würde, würden die Fraßmöglichkeiten für Nilgänse deutlich eingeschränkt werden.

3. Eine biologische Bekämpfung käme natürlich auch in Betracht. Zum Nahrungsspektrum von Füchsen gehören Eier, auch von Nilgänsen und natürlich Jungtiere. Vor Jahren war in einem Garten bei Thanisch Spitz ein befahrener Fuchsbau. Vielleicht könnten die örtlichen Jäger bei der Ansiedlung von Füchsen mithelfen?