Zur Rechenschaft ziehen

Zum Artikel "Hotel-Unternehmer spendet an die FDP 1,1 Millionen Euro" (TV vom 18. Januar):

Die hessische Finanzverwaltung schickte auf politischen Druck seit 2005 insgesamt 22 Steuerfahnder zum Psychiater. Mögliche Diagnose: Fleiß oder Unbequemlichkeit! Diese Beamten waren nämlich großen Unternehmen mit erheblichen Steuervergehen auf der Spur. Den Beamten wurde mittels Gutachter Dienstunfähigkeit bescheinigt. Der Gutachter ist zwischenzeitlich vom Verwaltungsgericht Gießen verurteilt worden, weil er Gutachten vorsätzlich falsch erstellt hat. Die FDP erhält Millionenspenden von der Hotel-Lobby und senkt dann als Regierungspartei den Mehrwertsteuersatz für die Hotelbranche. Na so was! Bei der Milliardenpleite der Bayern-LB konnten sich offenbar 46 sehr, sehr gut betuchte Leute schnell noch das eine oder andere Milliönchen mittels Insiderhandel ergaunern. Wen wundert's? Und Edmund Stoiber hatte ja mit der Bankenfusion nichts zu tun. Nur zu dumm, dass jetzt Fernsehaufzeichnungen auftauchen, die genau das Gegenteil beweisen. Damit es in unserer Region nicht langweilig wird, haben wir ja unseren Nürburgring. Benötigen wir eigentlich Politiker, die uns anlügen, schalten und walten, wie sie wollen, ohne jemals zur Rechenschaft gezogen zu werden?

Jürgen Teusch, Wittlich

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