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Zur Säubrennertradition schreibt Heike Löwentraut

Säubrennerkirmes : Möhrensuppe statt Schweinebraten

Saubraten

Zur Säubrennertradition schreibt Heike Löwentraut:

Ethisch nicht fraglich? Die Schweine, deren Fleisch auf der Kirmes verköstigt wird, kommen aus Massentierhaltung und werden am Schlachthof Simon getötet. Jeder weiß vermutlich inzwischen, wie dieses Leben eines Tieres, das nur wegen seines Fleisches geboren und gemästet wird, aussieht und wie eine Schlachtung im Minutentakt in Schlachthöfen dieser Größenordnung abläuft. Noch dazu lautet es in der vor ca. 70 Jahren erfundenen „Sage“, in der das Schwein die Möhre frisst, die der Stadtwächter anstelle des Bolzens verwendete: da Stadt und Gassen vom Feind verlassen, geplündert und verbrannt, treibt man aus jedem Stand, was noch am Leben ist an Schweinen, Große genauso wie die Kleinen, zur Straf’ zum Markt in ein mächtig Feuer, das Tiergeschrei war ungeheuer. Ethisch nicht fraglich?

Ich wünschte mir ein Stadtfest ohne Tierleid mit Respekt gegenüber jedem Lebewesen. Möhrensuppe statt Schweinebraten!

„Tausende Menschen die sagen, dass sie Tiere lieben, setzen sich ein- oder zweimal pro Tag hin und geniessen das Fleisch von Geschöpfen, denen alles geraubt wurde, was ihr Leben lebenswert gemacht hätte – und die das furchtbare Leiden und den Terror der Schlachthöfe ertragen mussten.“ (Jane Goodall)