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Zur Versiegelung von Flächen schreibt TV-Leserin Ulrike Möhn:

Leserbrief : „Profis“ sind die jungen Leute

Umwelt

Zu Berichten über die Versiegelung von Flächen:

Die Bürgermeister in Wittlich und Wittlich-Land sorgen für Beton. Der private Gartenbesitzer sorgt für das Überleben der Insekten, der Vögel und der Artenvielfalt! Somit auch für den Erhalt der menschlichen Lebensgrundlagen.

Der Erhalt der menschlichen Lebensgrundlagen wird somit in die Privatsphäre eines jeden Garten- und Balkonbesitzers verlagert. Verlagert werden auch die Kosten für Arbeit, Saatgut und Gießwasser, wenn es wie die letzten Jahre aus dem Wasserhahn kommen muss. Hier stimmt was nicht !

Der Erhalt der menschlichen Lebensgrundlagen sollte doch wohl die Aufgabe eines jeden Staats-und Kommunalwesens sein und nicht die Vernichtung eben dieser Lebensgrundlagen durch Verkauf von Grünflächen und Natur an Investoren um diese Flächen mit Beton zu versiegeln. Nicht nur fossile Energien gehören zu den endlichen Ressourcen , auch Böden gehören dazu. Böden, Wiesen und Wälder mit ihrem Nahrungsangebot für Insekten und Vögel gehören zu einem riesengroßen Schatz in der Eifel, im Hunsrück und an der Mosel.

Vielerorts scheinen Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte keine guten „Schatzsucher“ zu sein und außerdem nicht in der Lage über den eigenen Tellerrand zu blicken, um zu erkennen, dass die klimatisch bedingten Wetterkatastrophen zurzeit, weltweit, wohl nicht vor Eifel, Mosel und Hunsrück Halt machen.

Bevor Ämter und Behörden vernetzt waren, war die Natur vernetzt !

Weltweit haben junge Menschen das politische Versagen zum Erhalt ihrer Zukunft auf dem einzigen Planeten den wir haben, erkannt, im Gegensatz zu manchen selbsternannten „Profis“, hier möchte ich nochmal kurz an Herrn Lindner (FDP) erinnern.

„Profis“ sind die jungen Leute und nicht die „Ewiggestrigen“ des „Immer weiter so“.