1. Meinung
  2. Leserbriefe

Bildung: Zurück in die Zukunft

Bildung : Zurück in die Zukunft

Zum Artikel „Die hellen Köpfe vom Schneidershof“ (TV vom 13. Mai) schreibt Barbara Hellinge:

Liebe Redaktion, sehr geehrter Jürgen C. Braun, ja, so sind sie, die sogenannten hellen Köpfe, die für die Zukunft planen, selbst aber voll in der Vergangenheit leben (wollen): nämlich immer noch an der „Fachhochschule Trier“, konsequent die bereits 2012 gefällte, autonome Entscheidung der Umbenennung in „Hochschule Trier“ ignorierend, dem Arbeitsplatz, an dem sie seit Jahrzehnten forschen und lehren.

Ob das wirklich für unsere Studierenden die richtige Lernumgebung ist, solange noch „zur Schul“ gegangen wird („wir brauchen neue Schulabsolventen“), solange solche „hellen“, konsequent die gesellschafts- und bildungspolitische Realität ignorierenden Köpfe immer noch „Ingenieure“ in die Welt schicken, wo sich doch die Hochschulwelt auch in Trier spätestens seit 2008 geändert hat.

Die Hochschule bereitet mit Bachelor- und Masterabschlüssen – in den Ingenieurwissenschaften mit den Abschlüssen B. Eng. (Bachelor of Engineering) und M. Eng. (Master of Engineering) – und nicht (!) mit dem Dipl.Ing. auf die Arbeitswelt vor. „2 x 3 macht 4, widdewiddewitt, und drei macht Neune! Ich mach‘ mir die Welt, widdewidde, wie sie mir gefällt“ (Pippi Langstrumpf).

Barbara Hellinge, M.A., Diplom-Mediatorin, Rentnerin, vormals  Leitung Qualitätsmanagement an der Hochschule Trier, vormals Bolognaberaterin der HRK an der Hochschule Trier