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Bestattungswald: Zuwegung? Nein, danke!

Bestattungswald : Zuwegung? Nein, danke!

Friedwald

Zum Artikel „ Wo geht’s zum Bestattungswald?“ (TV vom 29. November) schrieb uns Peter Weißer:

Die Gemeinde Lieser hat an der Gemarkungsgrenze zum Kueser-Plateau eine Fläche für einen Friedwald festgelegt, ohne die Bewohner des Plateaus einzubeziehen. Lieser bemerkte dann  später irgendwann, dass man ja dafür auch eine Zuwegung braucht. Deshalb fand dann am 27. November eine Bürgerversammlung auf dem Plateau statt. Das Plateau besteht aus drei Baugebieten, wobei der Eindruck entstand, das Zuwegungsproblem tangiert nur das Baugebiet 2. Die in der Versammlung favorisierte Lösung bestand in einem schon vorhandenen, wilden Waldparkplatz, einige 100 Meter vom Friedwald entfernt.

Dieser Platz ist nur erreichbar durch die stark sanierungsbedürftige Panoramastraße, wo teilweise unmittelbar Grundstücke des Baugebietes 1 und 3 liegen. Warum sollen diese Hausbesitzer eine noch stärkere Verkehrsbelastung hinnehmen, um der Gemeinde Lieser Einnahmen durch den Friedwald zu ermöglichen? Warum baut diese Gemeinde nicht ihren eigenen Zuweg innerhalb ihrer Gemarkungsgrenze?

Die Mitbewohner des Baugebiets 2 werden wahrscheinlich auch eine Mehrbelastung zu spüren bekommen. Zitat aus der Versammlung: „Wir müssen die Autos vorne abfangen“. Meint der ratgebende Teilnehmer mit vorne den geplanten Waldparkplatz oder so weit wie möglich von seinem Haus entfernt? Das wird ihm und seinem Umfeld nichts nützen! Der Verkehr sucht sich seinen Weg und seine Parkplätze. Verbote, Hinweise und sonstige Maßnahmen verpuffen wahrscheinlich. Man wird fahren und parken wie man will, auch im Baugebiet 2.

Fazit: Gäbe es den Friedwald am falschen Platz nicht, gäbe es auch keine Zuwegungsdiskussion und keine Mehrbelastung auf dem Kueser-Plateau. So einfach ist das!