| 17:37 Uhr

Liss
Da möchte man Hund sein

FOTO: TV
Ich will ja nichts sagen, aber wir Hunsrücker haben schon immer trotz aller Arbeit auf unser Wohlergehen geachtet. Ein bisschen Sauna hier, ein wenig Seniorensport da. Dabei profiliert sich Thalfang ja ganz besonders als Gesundheitsstandort mit seinem Erholungs- und Gesundheitszentrum und seiner guten Luft.

Und davon sollen jetzt auch Hunde profitieren. Bei der Straßenmeisterei soll eine riesige Hundewellnessanlage entstehen.

Aus ganz Deutschland kommen dann die ganzen Kläffer, um sich in unserem schönen Hunsrück von ihren vielen Jagden auf die Postboten zu erholen. Damit es zu keinen Beißereien kommt, wenn so viele Hunde auf einem Platz zusammentreffen, sucht das Nationalparkamt angeblich schon nach eingewanderten Wölfen, die als Security ausgebildet werden sollen.

Ich sehe es schon vor mir: Wenn die Vierbeiner erstmal durch die Hundewaschanlage gelaufen sind – ich stelle mir die so vor wie die für Autos an den Tankstellen –, können Schäferhund und Co. im Hundefreibad eine Runde drehen.

Und wenn Bello dann pudelnass rauskommt, wird er erst massiert und setzt sich anschließend in die Praxis für Verhaltenstraining und hört sich einen Vortrag über vegane Ernährung an.

Dann weiß er für seinen Erholungsspaziergang durch den Hochwald: Wenn ich ein Reh oder ein Kaninchen sehe, das darf ich nicht jagen, das ist nicht gut für mein Cholesterin. Ich grabe lieber Kartoffeln aus.

Was könnte man für die vierbeinigen Touristen noch alles anbieten? Tai Chi für Hunde, einen Heilpraktiker für die Vierbeiner, eine Physiotherapie, damit es nach der Katzenjagd keinen Muskel, und abends gibt es für Muttis Fiffi bei Livemusik eine Einführung ins Dog Dancing.

Und wenn unsereins dann sieht, wie die gutgelaunten Vierbeiner ihre Wellness genießen, dann erinnere ich mich an ein altes Lied von Reinhard Mey: Es gibt Tage, da wünscht ich, ich wär mein Hund…,

meint eure Liss