1. Meinung

Die Liss und das Glockenspiel in Hermeskeil

Kolumne : Hunsrücker Flötentöne

Ich will ja nichts sagen, aber die Hermeskeiler mit ihrem Glockenspiel, das berührt mich. Gerade jetzt, wo so viele Veranstaltungen ausfallen, da ist mir nach Musik. 10 200 Euro wollen die für ihren guten Ton am Donatusplatz ausgeben.

Für das Geld sollte man dann wieder eine Zeitlang schöne Klänge hören. Ich weiß bloß nicht, welche Melodien das Glockenspiel durch die Metropole des Hochwalds schallen lässt. Ob es Weihnachtsweisen sind oder ob  „Humba-Humba-Humba Täteräää“ erklingen wird? Schließlich fällt  ja bald wieder die Fastnacht in vielen Orten aus, so quasi als kleiner Frohsinns-Ersatz ...

Ich hab gehört, am Erbeskopf will man jetzt auch Glocken in der Klangskulptur Windklang montieren, mit der Melodie von „Let it snow“. Damit will man beschwören, dass die Skifahrer diesen Winter eine schöne weiße Unterlage bekommen, und das riesige Teil auf dem Gipfel trägt seinen Namen endlich zurecht.

Und in Morbach, der Sonnenstube des Hunsrücks, schwankt man noch zwischen „Here comes the sun“ von den Beatles und „Sunny“ von Boney M.

Aber in allen drei Kommunen wollen sie sich jetzt zusammentun, um den Politkern in Mainz die Flötentöne beizubringen. Denn um die Kommunalreform ist es erstaunlich ruhig geworden. Vielleicht muss man mal wieder so richtig auf die Pauke hauen, damit man in der Landeshauptstadt merkt, dass hier auf dem Hunsrück Probleme auf eine Lösung warten,

meint eure Liss