1. Meinung

Die Liss und der Flughafen Hahn

Kolumne Liss : Der Hahn: Zum ersten, zum zweiten, zur Liss

Ich will ja nichts sagen,

aber endlich geht es bei uns auf dem Hunsrück mit dem Hahn mal weiter. Bei dem derzeitigen Chaos an den Flughäfen in Düsseldorf, Frankfurt und so weiter ist es ein Traum, dass unser Hahn angeblich weiterfliegen soll.

Personalmangel spielt hier keine Rolle. Bei den drei, vier Passagierflugzeugen pro Tag geht mein Hermann selber aufs Rollfeld und packt unsere Koffer in die Gepäckräume, wenn es nach Mallorca oder sonst wohin geht. Ist ja gemütlicher hier als in der großen Stadt.

Und trotzdem frage ich mich, wem gehört denn jetzt eigentlich der Hahn? Erst sollte es ein Reifenhändler aus China sein, dann eine große Firma wieder aus dem Reich der Mitte – was die nicht daran hinderte, pleite zu gehen. Und jetzt ist es Gott sei Dank das weltweit bekannte Konsortium Swift Conjoy aus Frankfurt, zu dem wir alle volles Vertrauen haben. Kennt ihr nicht? Ich auch nicht. Und deshalb hört der Traum auch schon auf. Möglicherweise stecken Engländer oder Australier dahinter, heißt es. Ich hätte eher Holländer vermutet, die kaufen doch sonst alles, was sie auf dem Hunsrück und an der Mosel kriegen können.

Aber was soll’s. Da ja keiner die komische Firma kennt und keiner weiß was dahintersteckt glaube ich, dass der Flughafen in zwei, drei Jahren bei Ebay versteigert wird. Also bis 10, 20 Euro würden mein Hermann und ich da schon ausgeben wollen. Das müsste reichen, denn bis dann ist der Ruf des Hahns weiter ruiniert. Und wenn wir den Flughafen ersteigert haben, dann packen wir den Hahn schön ein und schenken ihn der Frau Dreyer oder dem Innenminister Lewentz. Denn Infrastruktur wie Flüsse, Straßen, Bahnlinien und auch Flughäfen verkauft man nicht. Die beiden sollten dann wissen, was sie mit ihm machen können. Zeit zum Überlegen haben sie dann genug gehabt,

meint eure Liss