1. Meinung

Die Liss und der Weltraum

Kolumne Liss : Unendliche Weiten

Ich will ja nichts sagen,

 aber kennt ihr die Filmserie auch noch, bei der jede Folge mit den Worten anfing: „Der Weltraum - Unendliche Weiten…“. Genau, das war Raumschiff Enterprise, mit Captain Kirk, Spock und Uhura, von der mein Hermann heute noch schwärmt. Raumschiff Enterprise war ja eigentlich Zukunfts-Wildwest, aber der Darsteller von James Kirk, also der William Shatner, der ist jetzt mit 90 Jahren tatsächlich endlich ins All geflogen. Respekt! Weil der das im Film ja immer nur gespielt hat, muss er das vorher erst einmal trainieren. Und jetzt haltet euch fest: Das hat er im Hunsrück gemacht! Erst einmal hat er in Büdlich im Sleeperoo mit dem durchsichtigen Dach übernachtet, damit er Sicht hat auf die unendlichen Weiten des Weltraums. Am nächsten Tag hat er den Planetenweg bei Nonnweiler besucht, kurz hinter Hermeskeil, um zu lernen, den Mars vom Saturn zu unterscheiden und beim Flug im Weltraum die richtige Orientierung zu halten. Und dann hat er angekündigt, dass er beim Rückflug unbedingt auf dem Hahn landen will. Das ist top secret bei Dunkelheit passiert, und weil ihm keine anderen Flughäfen mit Nachtflugerlaubnis eingefallen sind, wollte er unbedingt bei uns im Hunsrück zurück zur Erde kommen.

Der Morbacher Bürgermeister Andreas Hackethal – gut informiert, wie er immer ist – hatte das mitbekommen und ist im gleichen Raumschiff direkt neben Captain Kirk mitgeflogen. Erstens wollte er schon immer mal hoch hinaus, und zweitens hat er beim Einflug kontrolliert, ob sich die Lichter an den Windrädern in der Energielandschaft und auf dem Ranzenkopf auch einschalten, wenn ein Raumschiff einfliegt.

Hoffen wir mal, dass die Lampen hell genug geleuchtet haben. Wenn der Bürgermeister dann aus dem Fenster geschaut hat, hat er bei seiner Rückkehr aus dem Weltraum möglicherweise einen Platz gefunden für den in Morbach lange herbeigesehnten Wertstoffhof,

 hofft eure Liss