1. Meinung

Die Liss zu Olympischen Spielen im Hunsrück

Kolumne : Olympia im Hunsrück

Ich will ja nichts sagen,

 aber wenn ich Olympia in Tokio schaue, dann frage ich mich, ob wir die Spiele mal irgendwann in den Hunsrück bekommen. Die Jugend der Welt trifft sich zum Wettkampf zwischen Emmelshausen und Zerf – das wäre es doch.

Die ein oder andere Wettkampf­stätte könnte ich mir schon vorstellen. Wildwasserfahren veranstalten wir auf der Dhron und das Reitturnier in Kell am See. Die Hermeskeiler wollen die Lücke zwischen dem Saarland und dem Ruwer-Radweg nur deshalb schließen, damit sie den Zuschlag für die olympischen Radrennen bekommen. Und für die Beachvolleyballer wird im Thalfanger Kurpark das Spielfeld hergerichtet, müssen nur noch die Gänse vertrieben werden, die dort alles einsauen. Die Turner haben sich schon die Morbacher IGS-Halle reserviert, weil die so aufmerksam geputzt wird.

Gut, ein paar Investitionen wären auch noch zu stemmen. Die Morbacher müssten endlich mal die Heizung in ihrem Freibad in Ordnung bringen, damit die Schwimmer in ordentlich geheiztem Becken um ihre Goldmedaillen kämpfen können. Und die Thalfanger müssten die Lüftung in ihrer Sporthalle auf die Reihe bringen, damit die Tallinger Tischtennis­cracks dort den olympischen Wettbewerb ausrichten können.

Auch da es in Thalfang immer ein bisschen dauert: Die Olympischen Spiele 2024 finden ja in Paris statt, die 2028 in Los Angeles, so dass die Olympiade im Hunsrück ja frühestens 2032 kommen könnte. Bis dahin müssten die es doch schaffen, eine funktionierende Lüftung einzubauen.

Das Freizeitlager in Bischofsdhron bauen die neuen Inhaber zum olympischen Dorf aus. Und für das olympische Feuer moniert mein Hermann auf der Windklangskulptur auf dem Erbeskopf noch unseren alten Holzkohlegrill.

 Ihr seht: Olympia im Hunsrück – es muss kein Wunschtraum bleiben, meint eure Liss