1. Meinung

Die Liss zu Traumschleifen und Wandern im Hunsrück

KOlumne : Kleiner Märker mit Genuss

Ich will ja nichts sagen,

aber mein Hermann hat mir die letzten Monate Rätsel aufgegeben. Immer dann, wenn ich mich gemütlich ins Wohnzimmer oder noch im Sommer auf die Terrasse gesetzt habe, sagt er zu mir: Ich gehe spazieren. Dabei war das doch immer so ein Bewegungsmuffel.

Jetzt bin ich mit meinen Freundinnen am Wochenende auch mal den kleinen Märker in Thalfang gelaufen – übrigens ein ganz toller Wanderweg. Dort steht, oben in Bäsch neben einer Sitzgruppe, eine Holzkiste namens Märker Boxenstopp. Kiste aufklappen, Stubbi rausholen,  Geld einwerfen und trinken. Seitdem wissen nicht nur ich, sondern alle meine Freundinnen, warum unsere Männer das Wanderfieber gepackt hat.

Wandern „mit Genuss“, das scheint hier oben bei uns ein Trend zu werden. In Nohen – das ist schon an der Nahe, bei Birkenfeld – gibt es einen Weinschrank, aus dem sich durstige Wanderer der dortigen Traumschleife bedienen können. Und am Wochenende soll so ein Weinschrank auch im Hochwald, bei Neuhütten in der Nähe von Hermeskeil, eingeweiht werden.

Also Wandern und Natur, das habe ich mir persönlich immer als eine eher nüchterne Sache vorgestellt. Wo ich schwach werden könnte, das wäre im Winter, wenn ein findiger Kopf an einem Wanderweg eine Glühweinzapfsäule aufstellt. Dann könnte auch ich auch noch zum Wandervogel werden,

meint eure Liss.