Kolumne : Erst „Tronjes Jupp“, dann Frau Holle?

Ich will ja nichts sagen, aber ich freue mich schon richtig darauf, den Holzriesen für das „Lecker Pfädchen“ bei Dhronecken in voller realer Pracht zu sehen. Ohnehin wird das bestimmt ein toller neuer Wanderweg.

Mein Hermann ist zwar ab und zu etwas lauffaul. Aber ich könnte mir vorstellen, dass wir auf unseren nächsten Wandertouren mindestens zwei oder drei der neuen Genussstationen rund um Thalfang ansteuern werden – natürlich rein zufällig.

Aber zurück zum „Tronjes Jupp“ - so soll die Skulptur ja heißen, die Jugendliche an der Burg Dhronecken aufbauen. Rein aus Recyclingholz und für die Natur unschädlichem Material. Klasse Idee! Möchte nicht wissen, wie viele Kids nur deshalb an den neuen Weg kommen werden, um ein Selfie mit dem Jupp auf Instagram zu posten.

Das bringt mich doch auf die Frage, ob so ein Blickfang nicht auch an anderen Traumschleifen im Hunsrück und Hochwald denkbar wäre. Die Morbacher haben ja schon ihre schicken Holzfiguren an der LandZeitTour zur Burg Baldenau. Aber was ist mit den Hermeskeilern? Mit dem Aussichtsturm am Waldstadion hat es ja nicht geklappt, aber für eine Drei-Meter-Skulptur müsste sich doch ein Plätzchen finden lassen...

Ich sehe da zum Beispiel vor meinem geistigen Auge schon eine riesengroße Frau Holle, die über den Köpfen der Wanderer ihre Kissen ausschüttelt. Ja, ja, ich weiß, das ist eigentlich ein Felsen, der am Start der Traumschleife bei Reinsfeld steht. Aber ganz ehrlich, so eine hübsche Figur würde als Eyecatcher vielleicht noch besser ankommen als grauer Stein. Oder wie wär‘s alternativ mit einem römischen Legionär am Traumschleifchen, das von Hermeskeil am Römerlager vorbei nach Damflos führen soll? Könnte man mal drüber nachdenken, meint Eure Liss