Kopflos

Ich will ja nichts sagen, aber in meinem Kopf dreht sich alles nur noch. Schuld daran sind der Ranzenkopf und das, was da oben vor sich geht. Erst sagt die Kreisverwaltung hü, dann sagt das Verwaltungsgericht hott. Dann geht es auf einmal weiter, und dann heißt es doch wieder stopp.

Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln, Motorsäge an, Motorsäge aus, da wird doch jeder Waldarbeiter kopflos. Beim Streit um die Windräder verlieren derzeit irgendwie alle ihren Kopf, dabei haben wir auf dem Hunsrück doch so viele: Erbeskopf, Idarkopf, Haardtkopf, da muss man doch eigentlich viel Grips erwarten, bei so viel Gehirnschmalz, wie da drin sein sollte. Und die ganzen Eulen, Milane, Fledermäuse und Störche hocken auf den verbliebenen Bäumen und schütteln ihren Kopf über das, was sich die ganzen Befürworter und Gegner der Windkraft für einen Kopf um sie machen. Und ich dachte immer, nur mein Hermann wäre kopflos. Immerhin ist mit dem ganzen hin und her eine neue Einheit in der Justiz geschaffen worden: der Ranzenkopf. Das ist künftig die Bezeichnung für den Abstand zwischen zwei Gerichtsurteilen, meint eure Liss