Kolumne: Sparstrumpf statt SMS

Kolumne : Sparstrumpf statt SMS

Ich will ja nichts sagen, aber die Gemeinden müssen heute auch schauen, wo sie ihre Kohle herbekommen. Beispiel Wandercent. Weil der Unterhalt der Traumschleifen Geld kostet – wer hätte das vorher gedacht! – sollen die Wanderer eigentlich mit ihrem Handy zahlen. Also für meinen Hermann und mich ist das nichts. Mein Hermann ist sowieso immer notorisch pleite. Und ich bin zwar eine moderne Frau und habe jetzt auch so ein Telefondings zum Wischen, aber per SMS Geld schicken? Das soll mir mal einer zeigen, wie das geht. Ich stelle mein Konto als Empfänger gerne zur Verfügung.

Doch wenn der Handyempfang auf den Traumschleifen so schlecht ist, dass keiner zahlt, obwohl viele Leute besser mit dem technischen Gedöns umgehen können als unsereins, sollten die Gemeinden lieber den traditionellen Sparstrumpf reaktivieren. Die kann man dann schön bunt stricken, damit sie auch auffallen und dann entlang der Traumschleifen aufhängen. So ein bisschen Kleingeld, das man da reinstecken kann, hat ja wohl jeder in der Tasche. Das läppert sich bestimmt.

Mein Hermann will das auch probieren. Am Zaun vor unserem Haus hat er einen seiner einzelnen Socken hingehängt mit dem Schild „Meine Frau hält mich zu kurz, helft mir.“ Aber der Strumpf war nicht lange da, das könnt ihr mir glauben…, versichert eure Liss.