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Kolumne
Staugebiet Hunsrück

FOTO: TV / Werhan, Michael
Ich will ja nichts sagen, aber lange haben wir Hunsrücker nach Büchenbeuren geschaut. Denn dort war über Jahrzehnte die einzige Ampel weit und breit. Gab sie uns doch immer das Gefühl, dass wir zwischen Weizenfeld und Fichtenwald auch etwas Großstädtisches haben.

Dann kam in der Einfahrt nach Morbach die Ampel, immer etwas reparaturbedürftig und deshalb eher armselig. Als die Kreuzung dann zum Kreisverkehr wurde, hat man beides – aus Gewohnheit? - auf das neue Kunstwerk in der Kreiselmitte übertragen. Es gibt nur mehr Farben als Rot, Gelb und Grün. Doch jetzt entwickelt sich der Hunsrück endgültig zur Metropole. Ist der Hochmoselübergang fertig, kriegen wir gleich drei Ampeln! Drei! Denn die Hochscheider, Irmenacher und Wahlenauer sollen gefahrlos auf die dann verkehrsüberflutete Hunsrückhöhenstraße einbiegen.

Mein Hermann hat vor, dann jeden Tag einmal von der neuen Brücke in Richtung Hahn zu fahren, damit er mal so richtig im Stau stehen kann –so wie die Leute in der Stadt. Das erste Mal am Ende der vierspurigen B 50 neu, wenn die sich auf zwei Spuren verengt. Dann am Kreisel vom Archäologiepark, wo ja jetzt schon jeden Tag die Autos stehen. Und dann noch an drei Ampeln auf freier Strecke. Wenn er Glück hat, erwischt er sie alle bei Rot!

Und denjenigen, die erst den Hochmoselübergang planen und denen dann erst einfällt, dass die angeschlossenen Straßen passend gemacht werden müssen, denen würde ich gerne mal so richtig den Kopf waschen,

meint Eure

Liss