Kolumne: Viel Geld für nix

Kolumne : Viel Geld für nix

Ich will ja nichts sagen, aber die Traben-Trarbacher sind schon raffiniert. Die drucken jetzt sogar schon ihr eigenes Geld. 5000 Geldscheine über Null Euro.

Und die verkaufen sie zum Stückpreis von drei Euro. Damit machen sie aus Nix ein kleines Vermögen. Wieviel Riesling muss man denn getrunken haben, um auf eine solche Idee zu kommen?

Wir Hunsrücker sind da ganz anders gestrickt. Mein Hermann würde das natürlich umgekehrt machen. Also einen Drei-Euro-Schein nehmen und nichts dafür bezahlen. Wobei ich ja glaube, dass er damit nicht weit kommen würde.

Ich habe schon gehört, dass die Bürgermeister rund um Traben-Trarbach alle aufpassen, wie die Idee dort funktioniert. Die Wittlicher könnten so ohne Zuschüsse den Umbau ihres Bades finanzieren und ihre große Wasserfläche erhalten.

Die Bernkasteler würden was zur Fluchtröhre zuschießen, damit Kreis und Land die Mehrkosten für die Kubikmeter Beton nicht alleine tragen müssen.

Und die Thalfanger ärgern sich oben auf ihrem Schuldenberg darüber, dass sie nicht längst selbst auf so eine Idee gekommen sind.

Aber ganz unter uns: Wenn man dann das ganze Portemonnaie voll hat mit diesen komischen Banknoten, dann ist es so wie den vielen Ein-Cent-Stücken, die sich im Laufe der Einkäufe immer mehr ansammeln: Die Geldbörse platzt vor lauter Geld, aber man kann sich trotzdem dafür nichts kaufen,

meint eure Liss.

Mehr von Volksfreund