Kolumne : Von Goldenen Büchern

Kolumne : Von Goldenen Büchern

Ich will ja nichts sagen, aber wir hier auf dem Hunsrück sind eigentlich ein bescheidenes Völkchen. Großsprechen und angeben tun wir nicht, wir schaffen lieber.

Und – da gebt ihr mir sicher recht – das macht uns ja auch so sympathisch. Aber trotz unseres zurückhaltenden Wesens entdecken immer mehr Promis den Hunsrück. Zum Beispiel Bundesminister wie damals die Umweltministerin Hendricks auf dem Erbeskopf, als der Nationalpark eröffnet wurde, oder die vielen Königinnen auf dem Thalfanger Handwerkermarkt. Nur wenn die dann wieder fort sind, sind sie auch weg aus unserem Bewusstsein. Deshalb hab ich mich schon immer gefragt, warum haben wir hier auf dem Hunsrück keine Kommune mit einem Goldenen Buch? Da könnten sich die ganzen Promis eintragen und man könnte immer schauen, wer wann da war. Wenn im Mai zum Beispiel die ganzen Fußballstars nach Morbach zur Horst-Eckel-Gala kommen. Dann hat man mal Weltmeister vor Ort, und nichts, worin die sich verewigen können.

Also ich würde mich selbstlos bereit erklären, das Goldene Buch zu verwahren und stets vor Ort zu sein, wenn die Promis unterschreiben.

Unter uns: Da sehe ich die endlich mal alle von nahe. Das wäre mir die Mühe wert. Aber eines ist klar: ich schreibe mich als erste dort hinein. Das steht mir zu. Oder kennt ihr eine spektakulärere Persönlichkeit vom Hunsrück als mich, fragt eure Liss.

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