D’späert ee keng Kaz bei de Speck

D’späert ee keng Kaz bei de Speck

Im übertragenen Sinne taucht die Kaz im Luxemburgischen immer wieder in Redewendungen auf. Einige Beispiele:

D'späert ee keng Kaz bei deSpeck.Man soll den Bock nicht zum Gärtner machen.

Du hat en d'Kaz bei de Speckgespaart.
Da hat er die Sache unberufenen Händen anvertraut.

E séngt ewéi d'Kaz am Fréijoer.
Er singt schlecht. Besonders häufig wird die Katzenwäsche in Luxemburger Redewendungen themetisiert:

Du wäschs dech wéi d'Kazen.
Du wäschst Dich nur oberflächlich/nur das Gesicht bis zu den Ohren.

Als Wetterregel: Wann d'Kazesech wäschen, da gët et Reen.
Wenn Katzen sich waschen, gibt es Regen.

Oder: Wann d'Kaze Gras friessen, da gët et Reen.
Wenn Katzen Gras fressen, gibt es Regen.

Spaßhaft: Wann d'Kaze sechbotzen, da kënnt Besuch.
Wenn Katzen sich säubern, kommt Besuch.

Auch die Eigenschaften der Katzen treten immer wieder in Redewendungen in Erscheinung:
D'Kazen hun en zéit Liewen.
Katzen haben mehrere Leben.

Daher für Menschen: zéi ewéi eng Kaz
Zäh wie eine Katze

Et hat gereent, hie war esou naass, ewéi eng Kaz aus derBaach.
Es hat geregnet, er war so nass wie eine Katze aus dem Bach.

Aussehen: Wéi eng beseechteKaz.
Übertragen: Er sieht schlecht, krank, erschöpft aus. Wörtlich: er sieht aus wie bepinkelt

Augen: E gesäit ewéi d'Kazenan der Nuecht.
Er hat sehr scharfe Augen.

D'Kaz schëtt d'Hoër.
Die Katze verliert die Haare.

Übertragen: Elo gin der Kazd'Hoer aus oder de Schwanzaus.
Jetzt wird die Sache unangenehm. Jetzt kommt das bittere Ende.

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