Ech géing baarbes bis no Ieweschtklausen

Vor einigen Wochen haben wir bereits einen kurzen Exkurs in die Welt der luxemburgischen Sprichwörter und Redensarten gemacht. Was hinter den Sprüchen steckt und woher sie stammen, ob sie einen übertragenen Sinn haben, und bei welcher Gelegenheit man sie benutzt, das wollen wir in den kommenden Wochen in unregelmäßiger Reihenfolge immer wieder darstellen.

Ihnen, liebe Leser, ermöglicht das, bei jeder sich bietenden Gelegenheit einen flotten Spruch auf den Lippen zu haben und zu wissen, was es damit auf sich hat.

Heute: Ech géing baarbes bis no Ieweschtklausen.

Man benutzt diesen Ausdruck, wenn es darum geht, dass sich ein Wunsch erfüllt oder man ein sehnsüchtiges Verlangen ausdrückt. Ieweschtklausen ist laut dem Forschungsportal zum Luxemburgischen an der Universität Luxemburg, Infolux, mit der Ortsbezeichnung Eberhardsklausen als Wallfahrtsort an der Mosel aufgeführt. Dort heißt es außerdem: "Wer sich barfuß auf eine Wallfahrt macht, dem ist es ernst mit seinem Anliegen." Doch in diesem Fall scheint der Ursprung der Ortsbezeichnung anders zu sein. So gibt es hinter dem hauptstädtischen Ortsteil Grund das eine Clausen, etwa 70 Kilometer weiter das andere: den Wallfahrtsort im Kreis Bernkastel-Wittlich. Dessen Kirche ist bereits von weither sichtbar. Deshalb vermuten die Forscher eine klarere Unterscheidung des Ziels zwischen dem im Tal gelegenen Luxemburger Clausen und der hoch oben liegenden Klausener Wallfahrtskirche.

Nächstes Mal: Redensarten II (sas)

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