Herrgott an Däiwel

Herrgott an Däiwel

Im Lëtzebuergeschen gibt es eine Reihe von Sprichwörtern, die sich mit dem Himmel (Himmel) oder der Hölle (Hëll) beschäftigen, mit Gott (Herrgott) oder dem Teufel (Däiwel).


Adam an Éiv waren déi zwein éischten Äppeldéif.(Wortspiel) Wörtliche Übersetzung: Adam und Eva waren die zwei ersten Apfeldiebe.

Wéi ee beicht, esou gëtt ee lassgesprach. Wie man beichtet, so wird man (von den Sünden) losgesprochen.

Wat den Dag méi helleg, wat der Däiwel méi rosen. Je heiliger der Tag, desto geschäftiger der Teufel. Im Sinn von: An den heiligsten Tagen werden oft die schlimmsten Streiche gespielt.

Wann der Däiwel hongreg ass da frësst e Fléi. Wörtlich: Wenn der Teufel hungrig ist, frisst er Flöhe. Im Deutschen: In der Not frisst der Teufel Fliegen. Im Sinn von: In der Not macht man Dinge, die man sonst nicht tun würde.

Wann ee vum Däiwel schwätzt, dann ass e schon do. Wenn man vom Teufel spricht, ist er schon da/Im Deutschen: nicht weit. Benutzung: Wenn man von jemandem spricht, der gerade dazustößt.

Flott gelieft a séileg gestuerwen, dat ass dem Däiwel d'Rechnung verduerwen. Deutsch: Lustig gelebt und selig gestorben, so ist dem Teufel die Rechnung verdorben.

Den Här priedegt nëmmen eemol. Der Pastor predigt nur einmal. Im Sinne einer Mahnung: Hör gut zu!

Et soll een eisem Herrgott net an d'Handwierk fuschen. Man soll dem Herrgott nicht ins Handwerk pfuschen. Im Sinne von: der Natur ihren Gang lassen.

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