Lo geet de Papp heem

Lo geet de Papp heem

Dass der Papp (Vater) auch im Luxemburgischen seine Bedeutung in den Redensarten findet, zeigen folgende Beispiele:

Dat son ech méngem Papp.

Das sage ich meinem Vater.

Et kënnt him gutt, datt säi Papp éier op der Welt war.

Oder: 'T as gutt, datt's de däi Papp richteg gewielt haats.

Wörtlich: Es bekommt ihm gut, dass sein Vater früher auf der Welt war.

Oder: Es ist gut, dass Du Deinen Vater richtig ausgewählt hast. Für: Des Vaters Vermö-

gen, sein Ansehen, seine Stellung kommt dir zugute, ohne ihn wärest du zu nichts gekommen.


Interessant auch die Redensarten zur Vaterschaft:

Et as keng Konscht fir Papp zegin.

Vater werden ist nicht schwer.

Dat hëlleft dem Papp op d'Mamm.

Übertragen für Aphrodisiakum.


Humorvolle Varianten mit Papp:

Dat do as näischt fir méngem Papp säi Jong.

Das ist nichts für mich.

Lo geet de Papp heem.

Jetzt gehe ich heim.


Im Spiel heißt es:

Papp a Mamm spillen.

Vater, Mutter, Kind spielen.


Weitere Wortkombinationen mit Papp:

Pappendeel

Väterliches Erbteil

Pappendag

Vatertag

Pappenjong

Junge, der sich stärker zum

Vater hingezogen fühlt als zur

Mutter

Pappenkand

Liebling des Vaters

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