Luxemburg-Lexikon: Auf der Höhe des „Knéif“

Luxemburg · Folge 32 des Luxemburg-Lexikons: Nachdem wir uns nun einige Wochen mit Vokabeln rund ums Thema „Unterwegs sein in Luxemburg“ beschäftigt haben, wollen wir Ihnen nun auch jede Menge Tipps geben, welche Ausflugsziele sich lohnen.

Luxemburg ist unterteilt in mehrere Regionen. Und jede bietet ihren eigenen Reiz, ihre eigenen Sehenswürdigkeiten und Naturdenkmäler. Verwaltungstechnisch gliedert sich das Großherzogtum in drei Distrikte – Grevenmacher, Luxemburg und Diekirch – mit zwölf Kantonen und 116 Gemeinden. Ein Dutzend der Gemeinden haben den Status einer Stadt.

Über Gemeinde- und Distriktgrenzen hinweg setzt sich d’Éislek- (Ösling-)Region. Es ist der nördliche Teil Luxemburgs. Dieser ist Teil der Ardennen und liegt im Schnitt 400 bis 500 Meter über dem Meeresspiegel. Mit 560 Metern ist der „Knéif“, ein Hügel in Huldang (Huldingen) die höchste Erhebung des Landes. Für Historiker interessant: Von 1839 bis 1919 befand sich dort „op der Schmëtt“ (auf der Schmiede) ein Dreiländereck zwischen Belgien, Luxemburg und Preußen. Für Shopping-Touristen von heute wichtig: Auf luxemburgischer Seite der Grenze zu Belgien befindet sich heute ein großes Einkaufsareal mit über 30 Läden.

D’Èislek grenzt südlich ans so genannte Guttland (Gutland), und zwar von Pärel (Perl), einer Ortschaft mit rund 700 Einwohnern im Westen des Landes und zur Gemeinde Rammerech (Rambruch) gehörend, bis Veianen/Veinen (Vianden) im Osten. Übrigens bilden Pärel im Westen des Großherzogtums und Rosport an der Sauer im Osten die größte West-Ost-Verbindung des Landes mit 57 Kilometern. Die Gesamtfläche des Öslings beträgt etwa 828 Quadratkilometer. Dazu gehören auch zwei der größten luxemburgischen Staugewässer der Stauséi Uewersauer (Stausee Obersauer) und der Barrage vu Veianen (Stausee von Vianden).

Wer sich in den rauen Norden des Großherzogtums begibt, findet neben hiwweligem Héichplateau (hügeligem Hochplateau), tiefe Flusstäler (Flossdäller) etwa von Obersauer und Our. Eine botanische Besonderheit des Öslings sind die sogenannten Louhecken (Lohhecken). Hierbei handelt es sich um Eichen, die vor ungefähr 300 Jahren anstelle der ursprünglichen Bichebëscher (Buchenwälder) gepflanzt wurden. Die Rinden (Schuelen) haben die Gierwereien (Gerbereien) zur Herstellung von Lieder (Leder) genutzt.

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