Ein selbstgebackener Stollen ist ein etwas anderes Geschenk

Ernährung : Weihnachten zum Essen

Für viele gehört Christstollen zur weihnachtlichen Tradition.

Einst bestand er nur aus Mehl, Hefe, Wasser und Öl – eine fade Angelegenheit. In der vorweihnachtlichen Fastenzeit hatten gehaltvolle Zutaten nichts zu suchen. Heute besticht das Gebäck nicht nur durch die Verwendung von Butter. Die typische Form und die weiße Zuckerschicht symbolisieren das in Windeln gewickelte Christkind. Wer sich selbst an der Leckerei versuchen möchte, kann auch kleinere Stollen oder Konfekt backen. Beide Varianten eignen sich zum Verschenken. Hübsch verpackt sind sie ein Hingucker unterm Weihnachtsbaum.

Für den klassischen Weihnachtsstollen braucht es neben Mehl und Fett Trockenfrüchte wie Rosinen. Eine Zitrusnote bescheren Orangeat und Zitronat, die kandierten Schalen von Bitterorange und Zitratzitrone. Auch Marzipan, Mohn oder Quark können ergänzt werden. Insgesamt muss der Teig bis zu zweieinhalb Stunden gehen. Damit der Stollen  durchzieht, sollte er mindestens zwei Wochen dunkel und trocken bei Temperaturen zwischen zehn und 18 Grad Celsius reifen. Wer fertiges Gebäck bevorzugt, sollte wissen: Nicht nur im Butterstollen sind Butter oder Butterschmalz Pflicht, sondern auch beim Dresdner Stollen. In diese Spezialität gehören 500 Gramm auf ein Kilo Mehl. Bei anderen Sorten ersetzen Hersteller häufig Butter durch Palmfett und Rapsöl. Daher Augen auf beim Fertigkauf!

Susanne Umbach ist Ernährungsreferentin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

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