"mahlzeit!"

Vollkornbrot zeichnet sich meist durch eine schöne braune Kruste und ein hellbraunes Innenleben aus. Was die wenigsten wissen: Die dunkle Färbung vieler Brote wird oft künstlich durch Zugabe von färbenden Stoffen erzeugt.

Als "Make-up" werden gerne Gerstenmalzextrakt, Malz- oder auch Rübensirup verwendet. Dadurch soll dem Käufer suggeriert werden, dass es sich um ein "gesundes Produkt" mit wenig Weißmehl handelt. Das muss aber nicht so sein. Auch darüber gestreute Sonnenblumenkerne, Leinsamen oder Getreideflocken dienen meist der Augenwischerei. Ebenso nichtssagend sind Begriffe wie "vital", "fit" oder "körnig". Werden ganze Getreidekörner vermahlen, hat das Brot von Natur aus eine etwas dunklere Farbe als Weiß- oder Mischbrot. Der Getreideanteil muss bei Vollkornbrot mindestens 90 Prozent Weizen- beziehungsweise Roggenvollkorn enthalten. Nur bei der Verwendung von Vollkornmehl bleiben alle wertvollen Inhaltsstoffe des Getreides erhalten. Mineralstoffe, Vitamine, Ballaststoffe und ungesättigte Fettsäuren befinden sich nämlich vorwiegend in Randschichten und im Keimling vom Korn. Wer also auf Nummer sicher gehen will, sollte einen Blick auf die Zutatenliste werfen oder sich beim Bäckerei-Fachpersonal nach den Inhaltsstoffen erkundigen. Susanne Umbach ist Ernährungsreferentin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Zusammen mit ihren Kolleginnen gibt sie Tipps zur Ernährung. Fragen an: ernaehrung@volksfreund.de Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie auch im Internet auf <%LINK auto="true" href="http://www.volksfreund.de/kolumne" class="more" text="www.volksfreund.de/kolumne"%>