"Mahlzeit"

Mit 30 Prozent Marktanteil ist Palmöl vor Sojaöl das wichtigste Pflanzenöl der Welt. Es findet sich in Margarine, Schokolade sowie Aufstrichen, und selbst in Fertiggerichten ist es enthalten.

Beim Einkauf ist die Verwendung von Palmöl in Lebensmitteln bislang nur schwer zu erkennen gewesen. Im Zuge einer neuen EU-Verordnung müssen Lebensmittelhersteller die Herkunft der pflanzlichen Fette und Öle seit 13. Dezember kennzeichnen. In den Zutatenlisten steht dann beispielsweise Palmöl, Olivenöl oder Kokosfett. Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Palmöl fordern aber auch ihren Tribut: Die starke Nachfrage auf dem Weltmarkt nach dem billigen Fett führt dazu, dass immer größere Flächen tropischer Regenwälder gerodet werden. Fachleute befürchten durch den massiven Eingriff in die Natur negative Auswirkungen auf das Klima, die Artenvielfalt und die dort beheimateten Völker. Eine gute Alternative ist Bio-Palmöl. Es wird zwar ebenfalls auf Plantagen erzeugt, jedoch ohne dass dafür extra Regenwald abgeholzt, Torfböden zerstört oder Pestizide und Kunstdünger eingesetzt werden. Zudem gelten dabei soziale Mindeststandards für die Menschen vor Ort, wie beispielsweise bessere Arbeitsbedingungen oder die Landnutzungsrechte werden beachtet. Übrigens: Palmöl in Fairtrade-Schokoprodukten und -Keksen muss bio-zertifiziert sein. Susanne Umbach ist Ernährungsreferentin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Zusammen mit ihren Kolleginnen gibt sie Tipps zur Ernährung. Fragen an: ernaehrung@volksfreund.de Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie auch im Internet auf <%LINK auto="true" href="http://www.volksfreund.de/kolumne" class="more" text="www.volksfreund.de/kolumne"%>