mahlzeit

Wer kennt es nicht: Nach etlichen Monaten kommt der vergessene Schoko-Osterhase oder Schoko-Nikolaus im Vorratsschrank oder gar im vergessenen Versteck zum Vorschein. Beim Auspacken entdeckt man einen weißen Belag auf der Schokolade und stellt sich die Frage, woher das kommt und ob die Schokolade überhaupt noch genießbar ist.

Schokolade enthält sehr wenig Wasser. Daher ist eine Schimmelbildung äußerst unwahrscheinlich. Vermutlich hat sich aufgrund falscher Lagerung ein Fett- oder Zuckerrand gebildet. Wird Schokolade bei zu warmen oder stark schwankenden Temperaturen gelagert, bilden sich Fettkristalle an ihrer Oberfläche. Die Schokolade verliert ihren Glanz und erscheint weißlich-grau. Ähnlich sieht Zuckerreif aus. Er bildet sich, wenn kalt gelagerte Schokolade schnell in eine sehr warme Umgebung gebracht wird. Dabei entsteht Kondenswasser, das den Zucker aus der Schokolade löst. Dieser kristallisiert an der Oberfläche aus und wird als auffälliger Belag sichtbar. Um solche Qualitätseinbußen zu vermeiden, sollte Schokolade trocken und bei einer gleichbleibenden Temperatur von etwa 16 bis 18 Grad aufbewahrt werden. Wenn Schokolade zudem luftdicht verpackt ist, hält sie sehr lange. Dunkle Sorten sind in der Regel mindestens zwei Jahre, Milchschokoladen etwa anderthalb Jahre haltbar. Vorausgesetzt, sie wird nicht vorher von Schleckermäulern entdeckt und verzehrt. Die weißen Beläge sind harmlos, können allerdings zu geschmacklichen Einbußen führen. Aber in einer Tasse Milch zur heißen Schokolade veredelt, schmeckt das Mängelexemplar bestimmt noch lecker. Susanne Umbach ist Ernährungsreferentin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Zusammen mit ihren Kolleginnen gibt sie Tipps zur Ernährung. Fragen an: ernaehrung@volksfreund.de Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie auch im Internet auf <%LINK auto="true" href="http://www.volksfreund.de/kolumne" class="more" text="www.volksfreund.de/kolumne"%>