Welcher Tee am besten schmeckt und wie er zubereitet wird

Kolumne : Tee in der Pyramide oder im Tütchen?

In der kalten Jahreszeit wärmt ein leckerer Tee von innen und außen. Äußerst praktisch sind die kleinen Teebeutel – einfach heißes Wasser drauf, ziehen lassen, fertig. In neuer Gestalt erobern sie seit einiger Zeit die Regale: der Teebeutel als Pyramide. Die glatten, glänzenden Tütchen kommen sehr edel daher. Doch können sie auch geschmacklich mehr als der herkömmliche Teebeutel? Ihr Aussehen überzeugt schon einmal - ganz nach dem Motto: Das Auge trinkt mit. In der Regel enthalten die Pyramiden größere Teeblätter, somit auch mehr ätherische Öle. Diese sorgen für besonders feine Teenoten. Die kleineren Blätter der herkömmlichen Beutelchen sind dafür ergiebiger und in Geschmack und Farbe intensiv. Das Material der Papierbeutel stammt meist aus der Bananenstaude Abacá, deren Fasern als besonders reißfest gelten.

Die Tee-Pyramiden bestehen nicht aus herkömmlichem Kunststoff, sondern aus einer Variante, die nicht aus Erdöl, sondern aus nachwachsenden Rohstoffen, wie Maisstärke hergestellt wird. Dieser Biokunststoff ist jedoch auch umstritten. Während die Papier-Klassiker einfach im Biomüll oder auf dem Komposthaufen landen können, sind Pyramidenbeutel problematischer. Sie zersetzen sich langsamer als der restliche Biomüll aus Kartoffel- oder Apfelschalen, Gemüseabfällen und Co. Außerdem bauen sie sich nur unter besonderen Voraussetzungen ab. Die dafür notwendige Hitze wird beispielsweise nur in industriellen Kompostanlagen erreicht. Betreiber dieser Kompostanlagen sortieren Biokunststoffe daher aus. Also: lieber gleich in den Restmüll damit.

Susanne Umbach

Susanne Umbach ist Ernährungsreferentin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

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