1. Meinung

Mein Computer: WEP, WPA oder WPA2?

Mein Computer: WEP, WPA oder WPA2?

Wie sicher ist mein W-Lan, und welche Verschlüsselung sollte ich verwenden? Das möchte ein Leser von mir wissen und übermittelt mir Informationen zu seiner Konfiguration. Daraus ersehe ich, dass er den WPA-Standard verwendet. Ich empfehle ihm, stattdessen WPA2 zu nutzen, und das empfehle ich Ihnen auch.

Wenn Sie jetzt nur noch Bahnhof verstehen, dann kann ich das nachvollziehen. Deshalb möchte ich versuchen, Ihnen kurz zu erklären, worum es geht.

WEP, WPA und WPA?2 sind Verschlüsselungsprotokolle, die definieren, wie eine drahtlose Verbindung gesichert wird. Denn zwar ist es auch grundsätzlich möglich, das drahtlose Netzwerk so einzurichten, dass jeder es nutzen kann ("Offenes W-Lan").

Das ist jedoch nicht empfehlenswert, denn auch rechtlich ist der Betreiber eines W-Lan unter Umständen für das verantwortlich, was in seinem Netzwerk passiert.

Also müssen Sicherheitsmaßnahmen her. Der ursprüngliche Standard für die Verschlüsselung eines Drahtlos-Netzwerks ist WEP, Wired Equivalent Privacy - das bedeutet sinngemäß: einem kabelgebundenen Netzwerk entsprechende Privatsphäre. Inzwischen stimmt das allerdings nur noch bedingt. WEP gilt als unsicher.

Auch der Standard WPA ("Wi-Fi Protected Access") gilt nicht mehr als sicher. Aktueller Verschlüsselungsstandard ist der Nachfolger WPA2. Voraussetzung für die Verwendung ist aber sinnvollerweise, dass ein möglichst kompliziertes Passwort aus mindestens acht Zeichen, bestehend aus Zahlen, Sonderzeichen und Buchstaben, gewählt wird.

Einstellen lässt sich die Verschlüsselungsart in der Router-Konfiguration. Dort lässt sie sich auch ändern. Moderne W-Lan-fähige Geräte können WPA2 normalerweise nutzen.

Roland Grün ist Redakteur beim Onlineangebot des Trierischen Volksfreunds, volksfreund.-de. In unserer Kolumne "Mein Computer" gibt er Tipps zum Umgang mit digitalen Medien. Haben Sie Fragen zu den Themen Internet und Computer? Schreiben Sie an: computer@volksfreund.de